Testlauf für Rhenania Bottrop für die Relegation

Die B-Junioren des SV Rhenania Bottrop treffen beim WAZ-Cup am Pfingstmontag im Jahnstadion auf Rot-Weiß Oberhausen.-
Die B-Junioren des SV Rhenania Bottrop treffen beim WAZ-Cup am Pfingstmontag im Jahnstadion auf Rot-Weiß Oberhausen.-
Foto: SVR
Was wir bereits wissen
Die B-Junioren von Rhenania Bottrop treffen beim WAZ-Nachwuchscup am Pfingstmontag im Bottroper Jahnstadion auf den Oberhausener Stadtmeister RWO.

Bottrop..  Zweite Plätze sind in den Amateurligen meist ein etwas unbefriedigender Saisonabschluss. Oft sind es nur wenige Augenblicke oder Geschehnisse, die auf dem Weg zum ganz großen Ziel nicht passen. Doch die B-Junioren des SV Rhenania Bottrop werden Sätze wie „tolle Mannschaft - leider nur Zweiter“ nicht hören, denn sie haben das große Ziel erreicht: die Relegation zur Niederrheinliga.

„Die U 19, die U 15 und jetzt auch die U 17 von Rhenania sind bei der Qualifikation dabei. Das ist etwas ganz Besonderes für die Teams, den Verein und auch für den Fußballkreis Oberhausen/Bottrop. So etwas schafft sonst nur noch RWO. Wir erleben arbeitsintensive Wochen, aber genau diese Herausforderungen sind es ja, warum man das alles macht“, erklärt Stefan Spliethoff, der sportliche Leiter für die A- bis D-Junioren am Blankenfeld.

Der Jugendvorstand zog aus der „Ausnahmesituation“ die Konsequenz, auch das Spiel um den WAZ-Cup mit der jüngeren Mannschaft zu bestreiten. „Wir haben die Teams schon umgestellt“, so Spliethoff. Im Falle der B-Jugend wird der Jahrgang 1999 am Pfingstmontag das Gros von Rhenanias Mannschaft stellen, die Rot-Weiß Oberhausen herausfordert. Spliethoff sieht in der Begegnung ein Testspiel für die Relegation unter sehr guten Bedingungen: „Die 99er waren eigentlich schon im Urlaubsmodus. Als sie die Neuigkeiten erfuhren, brach natürlich die Begeisterung los.“

Am Pfingstmontag wird es auch an der Linie eine veränderte Personalie geben. Patrick Gödeke ist der Trainer der neuen B-Jugend. Er tritt die Nachfolge von Timo Kleer an, der fast vier Jahre als Jugendtrainer am Blankenfeld tätig und in dieser Saison mit Co-Trainer Maurice Wykrota verantwortlich für die U 17 war. Kleer spricht mit Stolz über die Saisonleistung der Mannschaft: „Wir haben alle Zielsetzungen geschafft. Mir hat die Arbeit mit den Jungs einen Riesenspaß gemacht, und ich habe mich auf jeden einzelnen verlassen können.“

Spliethoff sieht die neue U 17 ebenfalls gut aufgestellt. „Die Spieler haben in der U 16 in dieser Saison ja auch einiges geleistet. Sie spielen seit Ewigkeiten zusammen. Die Stimmung ist sehr gut und sie sind heiß.“ Der sportliche Leiter lobt die Qualität, die in der Breite des Kaders liegt: „Ich weiß, das sagen fast alle, aber die Stärke der Mannschaft ist tatsächlich das Kollektiv. Sie ist über Jahre zusammengewachsen. Nicht alle werden spielen können. Das ist dann besonders hart, wenn Nuancen entscheiden ,oder das Bauchgefühl den Ausschlag geben muss, weil alle Vergleichswerte übereinstimmen.“

Der neue Trainer macht die Chancen der Rhenania beim WAZ-Cup nicht zuletzt davon abhängig, mit welcher Mannschaft Rot-Weiß Oberhausen antreten wird. „Da fühlen wir gerade vor. Tritt RWO ebenfalls mit dem Jahrgang 1999 an, der ja auch schon außerordentlich stark ist, würde das den Wert dieses Spiels für uns natürlich erhöhen“, erklärte Gödeke. „Wenn wir 80 Minuten lang nur gegen den Ball arbeiten müssten, wäre das nicht der Test, den ich mir wünsche.“