SVV Bottrop und der etwas andere Schulunterricht

Die Bottroper in Recklinghausen: (v.l.) Gunnar Ewerts, Thomas Kistner, Christain Köster, Andre Götte, Michael Kistner, Vanessa Altevogt.
Die Bottroper in Recklinghausen: (v.l.) Gunnar Ewerts, Thomas Kistner, Christain Köster, Andre Götte, Michael Kistner, Vanessa Altevogt.
Foto: Kistner
Was wir bereits wissen
Während der Ferienzeit absolviert der SVV seine Prüfungen in der Berufsschule in Recklinghausen. Training unter möglichst realistischen Umständen.

Bottrop..  Die letzte Trainingseinheit vor den Ferien war bereits Geschichte, als sich die Mitglieder des Selbstverteidigungsvereins Bottrop (SVV) auf den Weg nach Recklinghausen machten. Hier fand die diesjährige Bundeszentralprüfung des F.I.S.T.- Verbandes statt, ausgerichtet vom KSV Recklinghausen.

Ziel des SVV ist es, realistische Selbstverteidigung zu vermitteln, um so Gefahrensituationen auf der Straße erfolgreich zu bewältigen. Seit 1998 wird in Bottrop trainiert, einst unter dem Dach des PSV Bottrop, seit 2011 als eigenständiger Verein mit rund 100 Mitgliedern. Trainiert wird nach dem F.I.S.T.-System (Free Individual Selfdefence Training). „Das freie individuelle Selbstverteidigungstraining ist keine Kampfsportart, sondern ein international anerkanntes Selbstverteidigungssystem, das auf die Bewältigung einer Gefahrensituation abzielt, die im Training unter möglichst realistischen Umständen erprobt wird“, erklärt der 2. Vorsitzende Thomas Kistner. Klar, dass dabei Techniken aus allen Kampfsportarten genutzt werden, bei denen es nicht auf die Schönheit, sondern lediglich auf die Effektivität ankommt.

Für die diesjährige Prüfung standen das Gebäude und die Räumlichkeiten des Herwig-Blankertz- Berufskollegs in Recklinghausen zur Verfügung. Das ironische Motto der Veranstaltung in den Ferien daher: „Back to school“.

Jörg Knust (Bundestrainer und Chieftrainer des F.I.S.T.-Verbandes) und neun weitere Schwarzgurte eröffneten die Prüfung für elf Prüflinge aus vier verschiedenen Dojos aus NRW und Niedersachsen.

Vier Stunden Konzentration

Nach dem Aufwärmen, dem theoretischen Prüfungsteil und der Demonstration der Fallschule, wurde das komplette Gebäude für die Prüfung genutzt. Vor allem Aufmerksamkeit spielte innerhalb der Prüfung eine große Rolle. Auf dem Programm standen unter anderem Standardsituationen im Klassenzimmer, Nothilfe in den Toiletten und Raumdurchquerung im Flur. Auch die Erste-Hilfe-Fähigkeiten der Prüflinge wurden überprüft.

Neben den situationsgebundenen Prüfungsteilen wurden auch die technischen Fertigkeiten geprüft. Dabei mussten sich die Prüflinge zusätzlich den Prüfungsteilen Hebelgestirn, Spießrutenlauf, Technikdemonstration und Distanzkampf stellen.

Nach der vierstündigen Prüfung konnten die Prüfer ein erfreuliches Ergebnis verkünden: Alle Teilnehmer erreichten den nächsthöheren Grad innerhalb des Selbstverteidigungssystems F.I.S.T.

Erfolgreich bestanden haben die SVV-Bottrop-Mitglieder Andre Götte (3. Grad), Christian Köster und Michael Kistner (7. Grad) und Thomas Kistner (9. Grad).