SV 1911 bastelt an seiner Zukunft
23.02.2012 | 14:03 Uhr 2012-02-23T14:03:00+0100
Bottrop. Der SV 1911 Bottrop überwinterte auf dem vierten Tabellenplatz der Kreisliga B, liegt zwei Punkte hinter dem Zweiten, dem VfR Ebel. Dennoch möchte Jörg Fockenberg, der seit einigen Wochen gemeinsam mit Co-Trainer Vitor Fernandes die Senioren trainiert, nicht vom Aufstieg sprechen.
Fünf Spieler verließen den Verein, allein vier davon zog es zum SV Vonderort. „Ich habe derzeit zwölf Feldspieler und zwei Torhüter zur Verfügung. Aus der A-Jugend haben wir drei Spieler vorzeitig zu Senioren erklärt.” Allerdings sollen die Jugendlichen keinesfalls verheizt werden, im Gegenteil. „Dass die A-Jugend die Leistungsklasse hält, hat klare Priorität. Unser Ziel ist es, eine gute Rückrunde zu spielen und den Nachwuchs behutsam an die Senioren heranzuführen. Das ist für den Verein wichtig“, gibt er klare Maßgaben für die Ausrichtung in der Zukunft vor. Der SV 1911 setzt auf die Jugend.
Gute Nachwuchsarbeit ist für Fockenberg die Grundlage einer erfolgreichen Zukunft. „Das wird den meisten Bottroper Vereinen so gehen. Fortuna Bottrop ist ein gutes Beispiel. Seit Jahren setzen sie auf die Jugend, und ich denke, sie werden bald in der Bezirksliga spielen.”
Und schließlich ist Fockenberg selbst das beste Beispiel, was es bedeutet, sich mit einem Verein verbunden zu fühlen. „Diese Herausforderung zu übernehmen, das hätte ich für keinen anderen Verein gemacht. Ich bin halt ein alter Elfer und habe hier in zwanzig Jahren alle Höhen und Tiefen erlebt.”
Fockenbergs Vorstellungen decken sich mit denen des Vorstandes. „Jörg soll erst einmal Struktur in die Mannschaft bringen”, erklärt der erste Vorsitzende Norbert Musiol. „Ich bin optimistisch, dass wir das gut hinbekommen. Nach fünf Spielen kann man dann absehen, was in dieser Saison noch möglich ist.” Mittel- und langfristig will sich der SV 1911 mit einem sicheren Platz in der Kreisliga B nicht zufrieden geben. Natürlich soll es in absehbarer Zeit auch wieder einmal nach oben gehen.
Für die kommende Spielzeit soll eine zweite Mannschaft zum Spielbetrieb gemeldet werden. Damit bekommen die Elfer dringend benötigten Unterbau. „Das Schöne ist, sie kommen von sich aus”, erklärt Musiol, der auf gewachsene und wachsende Strukturen setzt. „In der Jugend sind wir bereits hervorragend aufgestellt, jede Altersklasse ist besetzt. Wir müssen alles dafür tun, dass das so bleibt.”
Nachwuchs gibt es auch in einer ganz anderen Altersklasse. „Mit Walter Schilff haben wir einen hervorragenden Mann für die Vereinsarbeit gewonnen. Nachdem er in Rente gegangen ist, ist er von selbst auf uns zugekommen und hat seine Mitarbeit angeboten. Und er wird nicht der einzige bleiben.” Es tut sich also einiges – Positives – im engeren Umfeld der 11er.
Lebendiges Ehrenamt sorgte im letzten Jahr für eine gelungene Jubiläumsfeier In den Weywiesen. „Da muss ich noch einmal ein großes Lob an unsere Alten Herren loswerden, die sich wunderbar engagiert haben. Das waren nicht nur aufwendige Vorbereitungen, sondern sehr intensive und anstrengende vier Tage. Ich war angenehm überrascht, was wir da auf die Beine gestellt haben.”
Eine hohe Messlatte für weitere Aktivitäten? „Ganz sicher. Als nächstes steht eine Aufräumaktion auf der Platzanlage an und wir wollen den Container aufpolieren – sogenannte teambildende Maßnahmen”, schmunzelt Musiol. „Wir arbeiten an allen Fronten.”
Wenn es überall so gut läuft, wird es nur Zuspruch geben.
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