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Herbstwaldlauf

Start unterm Doppelbock

29.10.2013 | 19:30 Uhr
Start unterm Doppelbock
Eine Impression aus 2012, als der Bottroper Herbstwaldlauf zum 40. Mal stattfand.Foto: Birgit Schweizer

Bottrop.   Zur 41. Auflage des Bottroper Herbstwaldlaufs werden am 10. November wieder mehr als 1500 Läufer erwartet. Start und Ziel ist die Zeche Prosper-Haniel. Weitere Leckerbissen: Einziger Ultra-Marathon im Revier und Stadtmeisterschaft über zehn Kilometer.

Längst ist der Doppelbock zum Symbol des Herbstwaldlaufs geworden. Die markante Silhouette des Förderturms wird die T-Shirts für die Läufer und die Preise für die Gewinner der Altersklassen zieren. Mittlerweile ist der Förderturm mehr als nur das Erkennungszeichen von Prosper-Haniel, sondern für Läufer aus ganz Deutschland ein ebenso bekanntes Wahrzeichen Bottrops wie der Tetraeder. „Im Schatten des Förderturms zu starten und ins Ziel zu laufen, das ist schon etwas ganz Besonderes“, sagt auch Stephan Allermann.

Der Vorsitzende von Adler-Langlauf teilt diese Faszination mit Hunderten von Läufern. Zum 18. Mal wird die Zeche Prosper-Haniel deshalb am 10. November Schauplatz des Herbstwaldlaufs sein. Es ist der insgesamt 41., ein Ende ist aufgrund der Beliebtheit nicht abzusehen. Schon jetzt gibt es 850 Voranmeldungen, das Knacken des letztjährige Teilnehmerrekords von 1800 Läufern scheint kein Ding der Unmöglichkeit. „Viele Läufer entscheiden sich kurzfristig und machen ihren Start vom Wetter abhängig. Im vergangenen Jahr konnten wir die Flut der Nachmeldungen kaum bewältigen“, erinnert sich Adler-Pressesprecher Jörg Schlegel.

Anspruchsvolle Strecke

Stichwort bewältigen: Die Strecke durch die Kirchheller Heide ist keine einfache. Es ist keine flache Strecke für Rekorde wie beispielsweise der Kurs um den Essener Baldeneysee. Nein, mit den zahlreichen Steigungen und Senkungen ist der Bottroper Lauf eine echte Herausforderung. Vor allem die 50 Kilometer, die auch als Deutsche Meisterschaft der Deutschen Ultramarathonvereinigung ausgeschrieben sind. Zum vierten Mal geht es über diese stolze Kilometerzahl, die auch viele Läufer aus den Niederlanden und Belgien lockt, die hier ihr Punktekonto für die Ultracup-Wertung auffüllen wollen. Aber auch aus München und Dresden haben sich Läufer angesagt, die noch einmal mehr als sieben Kilometer auf einen Marathon draufsatteln wollen. Mit Florian Neuschwander will auch der Gewinner des Vivawest-Marathons antreten. Mit ihm auf die Strecke werden sich auch einige Sportler von Adler-Langlauf begeben. Nur eine Handvoll, also längst nicht so viele, wie auf der Heimstrecke gerne starten würden. Aber wer soll sonst die vier Verpflegungsstationen auf der Strecke unterhalten? Wer soll die Ankömmlinge auf den Parkplätzen einweisen und für die Verköstigung der Zuschauer auf Prosper sorgen? Eine der größten und ältesten Laufveranstaltungen im Revier ist auch organisatorisch eine Mammutaufgabe, die Adler-Langlauf mit weit über 100 Helfern stemmen wird.

Lokalduelle über zehn Kilometer

Viele auswärtige Läufer werden auch über die 25 Kilometer erwartet. Richtig lokal wird es aber über die Zehn-Kilometer-Strecke zugehen. Die wird nämlich auch als Bottroper Stadtmeisterschaft gewertet. Thorsten Graw will seinen Stadtmeistertitel verteidigen. Der Lehramtsstudent lief im vergangenen Jahr noch mit zunehmenden Schmerzen im rechten Fuß, eine Operation zu Beginn des Jahres war unausweichlich. Es folgten Rehamaßnahmen, in denen es statt auf die Laufstrecke durch Bottrops Wälder zum Aquajogging und aufs Rennrad ging. „Jetzt bin ich wieder fit“, sagt der 22-Jährige selbstbewusst. Mit Tolga Arnold wird auch sein Trainingspartner und Gewinner des Vivawest-Halbmarathons an den Start gehen. Es wird also spannend. „Bisher haben wir über die zehn Kilometer 250 Anmeldungen“, sagt auch Adler-Langlaufs 2. Vorsitzende Ulrike Theis-Dorighi. Tendenz: steigend.

Bleibt noch der Lauf über 6,8 Kilometer. Der ist der einzige mit einem eigenen Streckenverlauf, er führt um die neu entstehende Halde „Schöttelheide“. Gemeinsam mit den anderen hat aber auch dieser „Lauf der Grubenwehr“ den Start und den Zielbereich – und damit den Blick auf den markanten Doppelbock.

Björn Goldmann

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2013-10-29 19:30
Bottrop