Sportler flüchten vor dem großen Regen

15.39 Uhr: Die Siegerehrung des Weitsprungs geht gerade zu Ende, die Ukrainerin Anna Yermakova siegte mit 6,55 Metern im fünften Versuch. Es knallt und der zweite Finallauf über die 100 Meter der Frauen beginnt. Verena Sailer schießt nach vorne und gewinnt mit 11:52 Sekunden. Zufrieden ist sie trotz Platz eins nicht, die Qualifikationsnorm zur WM ist verfehlt. „Der Gegenwind soll keine Entschuldigung sein. Ich muss noch an mir arbeiten“, sagte die 29-Jährige. Als sie die Worte spricht, nehmen die 1500-Meter-Läuferinnen gerade Fahrt auf. Kokeb Tesfaye aus Äthiopien, Siegerin der Olympischen Jugendspiele 2014, wird noch von ihrer Landsfrau Besu Sado abgefangen (4:07,82). Die Stabhochspringer haben währenddessen bis auf einen ihren Dienst quittiert. Auch der Deutsche Meister Tobias Scherbarth verstaut seinen Stab wieder. Springen sei auf der nassen Anlage zu gefährlich.

16.25 Uhr: Auf der letzten Runde der 800-Meter-Läufer regnet es erneut. Und wie. Die folgenden Wettkämpfe werden unterbrochen.

17.02 Uhr: Im Frauen-Dreisprung geht es weiter und auch die Speerwerferinnen haben nun mit dem Wettkampf begonnen, nachdem sie das Gewitter nach dem Aufwärmen unters schützende Zelt gezwungen hatte. Mit Linda Stahl und Kathrin Molitor sind zwei Drittel der deutschen Speerwurf-Elite vor Ort. Die 4x100-Meter-Staffelläufer machen sich warm und langsam lichtet es sich auf der Anlage, die Höhepunkte des Sporttags sind abgearbeitet. „Über den Tag hatten wir mehr als 2500 Zuschauer“, sagt Peter Schmidt vom Sport- und Bäderbetrieb.

19.25 Uhr: Geschafft! Die Helfer des LC Adler bereiten den Abbau vor, die Moderatoren Dominik Deter und Tim Husel verstauen die Mikrofone. Für sie alle geht ein anstrengender Tag zu Ende, an dem knapp 500 Teilnehmer an den Start gingen. Dirk Lewald vom ausrichtenden LC Adler ist erleichtert: „Das war eine erfolgreiche Veranstaltung.“