Rhenanias letzte Chance zum Verbleib in der Bezirksliga

Allein auf weiter Flur? Nein, Rhenania-Trainer Kai Wenderdel vertraut seinem Team und sieht durchaus noch Chancen im Abstiegskampf.
Allein auf weiter Flur? Nein, Rhenania-Trainer Kai Wenderdel vertraut seinem Team und sieht durchaus noch Chancen im Abstiegskampf.
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Was wir bereits wissen
Das Heimspiel gegen Adler Frintrop das alles entscheidende für die Blau-Weißen. Fortuna wappnet sich für das Spitzenspiel in Essen.

Bottrop.. Die Bottroper Fortuna möchte in Essen die 40-Punkte Marke knacken und den vierten Tabellenplatz verteidigen. Die Rhenania braucht einen Heimsieg, um die Hoffnung auf den Klassenerhalt am Leben zu erhalten. Dostlukspor hat spielfrei.

SuS Haarzopf – SV Fortuna Bottrop (So., 15 Uhr): Optimal lief die Woche auf Rheinbaben nicht. „Es war etwas zerrissen, denn das Spiel gegen Essen-West hat viel Kraft gekostet und bei einigen Spielern Blessuren hinterlassen“, verrät Trainer Marco Hoffmann, der aber überzeugt ist, dass die erste Heimniederlage der Saison keinen psychologisch negativen Auswirken haben wird. „Nach der Einheit am Donnerstag bin ich guten Mutes, dass wir in Haarzopf etwas mitnehmen können.“ Als Vierter gehen die Bottroper in das Duell gegen den punktgleichen Tabellennachbarn, der allerdings noch ein Nachholspiel offen hat.

In der Hinrunde gab es nicht nur einen Dreier, Hoffmann erinnert sich an das Spiel als ein „gar nicht so schwere Aufgabe“, die Fortunen hatten die Partie dermaßen gut im Griff, dass das Gegentor beim 3:1-Erfolg als Ärgernis wahrgenommen wurde. Nichtsdestotrotz verlangt der Coach von seinen Spieler am Sonntag auf der Essener Asche wieder höchste Aufmerksamkeit und höchsten Aufwand. Verzichten wird er dabei auf Pierre Weyerhorst, der nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt ist. Haarzopfs Bilanz der vergangenen Wochen und Monate zeigt, dass das erste Auseinandertreffen nicht die wahre Spielstärke der Essener abbildete. Hoffmann: „Wir waren megazufrieden mit der Leistung von Montag, nur das Ergebnis war schade. Jetzt wollen wir schnell den Bock wieder umstoßen.“

SV Rhenania Bottrop – DJK Adler Union Essen-Frintrop (So., 15 Uhr): Es geht wieder gegen einen direkten Keller-Mitbewohner und es ist wohl Rhenanias letzte Chance auf den Klassenerhalt. Der Rückstand der Bottroper auf die auf Rang zwölf liegenden Essener beträgt bereits neun Punkte, bei einer Niederlage wäre somit ein weiteres Team nahezu uneinholbar. Im Erfolgsfall könnten die Bottroper allerdings an Hamborn II vorbeiziehen und bis auf einen Punkt an Doslukspor heran kommen. „Wir brauchen ein Aha-Erlebnis“, ist Trainer Kai Wenderdel überzeugt, dass der Klassenerhalt machbar ist. „Die Spieler ziehen mit. Nicht nur ich glaube daran, dass wir in der Bezirksliga bleiben, die Mannschaft tut es auch. Wir haben bewiesen, dass wir mithalten können, wir brauchen aber einen Schub.“

Im Testspiel gegen den RSV/GA Klosterhardt erzielten die Rhenanen am Donnerstagabend vier Treffer. „Ich habe alles durchprobiert, alle spielen lassen. Das Spiel möchte ich gar nicht weiter bewerten, aber vielleicht befreit es, dass wir mal wieder gewonnen und getroffen haben, auch wenn es nur gegen einen B-Kreisligisten war.“ Gegenüber dem Spiel gegen Hamborn II muss Wenderdel die Startaufstellung gezwungenermaßen ändern. Manuel Ephan sitzt seine Gelb-Rot-Sperre ab; Kevin Wenderdel ist verletzt. „Seit der Hallenmeisterschaft hat er Kniebeschwerden, ein Meniskusanriss. Es entscheidet sich nächste Woche, ob es operiert werden muss. Ich rechne damit, dass Kevin den Rest der Saison ausfallen wird.“