Rhenania reist mit Selbstvertrauen an

Arthur Wcislo (rechts) und der SV Rhenania treten am Montag in Essen-Katernberg an. Neun Punkte aus den letzten drei Spielen sind das Ziel.
Arthur Wcislo (rechts) und der SV Rhenania treten am Montag in Essen-Katernberg an. Neun Punkte aus den letzten drei Spielen sind das Ziel.
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Was wir bereits wissen
Völlig druckfrei und selbstbewusst will der SV Rhenania auch bei der DJK Katernberg punkten. Der SV Fortuna will nach dem geglückten Klassenerhalt das Kopfproblem abstellen.

Bottrop..  Die spielfreien Kicker von Dostlukspor können am Pfingstwochenende dringend benötigte Kraft auftanken. Zwei Heimspielsiege in Folge waren Streicheleinheiten für das angeschlagene Selbstbewusstsein der Rhenanen, die am Montag nicht wieder die Rote Laterne übernehmen wollen. Auf Rheinbaben wurde das Wissen, dass der Klassenerhalt endgültig geschafft ist, bisher nicht zu Fortunas Schlüssel zum Erfolg.

VfB Frohnhausen – SV Fortuna (Mo., 11 Uhr): „Eigentlich kann uns nichts mehr passieren.“ Dieser Satz begleitete die Fortuna seit Wochen, wenn nicht gar seit Monaten. Der Derbysieg gegen Dostlukspor strich das „eigentlich“ aus der Feststellung, das nicht ausgesprochene „aber“ schwang nicht mehr mit. Nichtsdestotrotz war von einer Befreiung von aller Last im Heimspiel am vergangenen Sonntag gegen die abstiegsbedrohte Schonnebecker-Reserve nicht sehr viel zu spüren. Nach dem 1:1 gab es Chancen, die blieben ungenutzt, dann zogen die Gäste sogar auf 4:1 davon. Nach turbulenter Schlussphase stand ein 3:5 im Spielbericht. „Wir machen viele individuelle Fehler. Die Spiele der jüngsten Wochen liefen einfach zu verkopft ab“, diagnostiziert Trainer Marco Hoffmann.

Es jetzt einfach laufen zu lassen, passt weder zu seiner Philosophie noch zu den vielen guten Eindrücken, die die Fortunen nach ihrem Bezirksliga-Aufstieg hinterlassen haben. „Wir zeigen uns gerade einfach nicht von unserer besten Seite. Das wollen wir aber noch zweimal, bevor wir uns in die Pause verabschieden. Und das ist dann auch unabhängig vom Ergebnis. Wenn diese beste Seite zu sehen ist, und dann der Spielverlauf uns nur ein Unentschieden oder sogar eine Niederlage einbringt, dann ist das auch in Ordnung. Denn ein Auswärtsspiel am Vormittag ist in jedem Fall eine schwere Aufgabe, zumal Frohnhausen erst in der vergangenen Woche geschlagen hat“, fordert und mahnt Hoffmann gleichermaßen.

DJK Katernberg 19 – SV Rhenania Bottrop (Mo., 15 Uhr): Katernberg muss, der SV Rhenania kann und möchte auch wieder siegen. Die Gastgeber haben gerade mal einen Punkt Vorsprung vor der Abstiegszone. Dass die DJK dermaßen unter Druck steht, kann den Bottropern entgegen kommen. „Die können sich keine Niederlage erlauben, aber das kümmert uns nicht. Wir wollen die neun Punkte aus den noch vor uns liegenden Spielen“, erklärt Trainer Kai Wenderdel gewohnt entschlossen. Zuversichtlich stimmen ihn die Leistungen, die die Mannschaft zuletzt auch auf den auswärtigen Plätzen gezeigt hat. Die waren zum Teil sogar besser als bei den Erfolgen im heimischen Blankenfeld, nur Zählbares sprang dabei nicht heraus. Ein Auswärtssieg in der Rückrunde steht noch aus. Noch auf der Kippe steht der Einsatz von Kevin Wenderdel, der wieder unter Rückenbeschwerden leidet.

Weiterhin ungetrübt ist Begeisterung des Trainers über die Arbeit mit seinem aktuellen Kader. „Die Stimmung ist hervorragend, ich kann nur immer wieder sagen, wie viel Spaß es macht, diese Mannschaft zu trainieren.“ In dieser Gemütsverfassung sind dann Siege wie gegen den Favoriten aus Haarzopf möglich, der an viele andere begeisternde Momente der vergangenen Jahren erinnerte, in denen die Rhenania in letzter Minute punktete oder siegte.