Rhenania darf in der Nachspielzeit jubeln

Der SV Rhenania (blau-weiß) belohnte sich gegen SuS Haarzopf mit dem späten Siegtreffer.
Der SV Rhenania (blau-weiß) belohnte sich gegen SuS Haarzopf mit dem späten Siegtreffer.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Der SV Rhenania zeigt trotz des besiegelten Abstiegs eine couragierte Leistung und besiegt SuS Haarzopf spät. Auch Dostlukspor muss runter, der SV Fortuna stolpert weiter.

Bottrop..  Der Erfolg des SV Rhenania gegen den Tabellenvierten ist der Lichtblick aus Sicht der Bottroper Bezirksligisten. Fortuna und Dostlukspor Bottrop verloren gegen vom Abstieg bedrohte Mannschaften.

SV Rhenania Bottrop – SuS Haarzopf 4:3 (1:0). Durch den Sieg kletterten die Rhenanen auf Tabellenplatz 13; die Dramatik der letzten Spielminuten ließ Trainer und Team aufspringen und jubeln, als hätten sie gerade den Klassenerhalt errungen. Doch der ist jetzt auch rechnerisch nicht mehr erreichbar: Zehn Punkte beträgt der Abstand auf den rettenden Platz elf, bei nur noch drei ausstehenden Spielen. SVR-Trainer Kai Wenderdel versucht zu erklären, was für viele rational wohl nur schwer nachzuvollziehen ist. „Es macht Spaß mit diesen Jungs zu arbeiten, wenn man sieht, wie sie spielen, wenn ihnen in der Partie etwas gelingt. Das war der zweite Heimsieg in Folge, da muss man lange zurückgehen, wann wir das das letzte Mal geschafft haben. Was hätte mit dieser Mannschaft in der nächsten Saison zu erreichen gewesen, hätte man alle Spieler halten können.“

Haarzopf war in der ersten Halbzeit das überlegene Team, zumindest optisch. Doch aus ihrem großen Anteil an Ballbesitz schlugen die Essener kein Kapital, konnten nicht mal gute Möglichkeiten verbuchen. Die Gastgeber nutzten ihre einzige Gelegenheit. Der eingewechselte Julian Mali verwertete eine Flanke von Halil Memisoglu (43.). Nach dem Seitenwechsel setzte die Rhenania nun deutlich mehr Akzente. Nach Malis 2:0 (60.) wäre auch eine höhere Führung möglich gewesen. Haarszopfs Anschlusstreffer (66.) korrigierte Vitalij Koch nur eine Minute später, doch auch davon ließen sich die Essener nicht endgültig in die Schranken weisen. Sie kamen auf 3:2 heran und nach einem Freistoß fiel der Ausgleich in der 90. Minute. Rhenania setzte noch einen drauf: Kevin Wenderdel nutzte einen langen Abschlag von Dominik Wrobel..

SV Fortuna Bottrop – Spvg. Schonnebeck II 3:5 (1:1). „Es ist einfach ärgerlich, dass wir in diesen Wochen nicht die erfolgbringenden Entscheidungen treffen. Auch heute hatten wir nach dem 0:1 die richtige Antwort und hatten nach dem Ausgleich die Chancen zum 2:1. Und wieder verlieren wir den Faden“, kommentierten Marco Hoffmann und Sascha Wisniowski den Spielverlauf. Die Essener fanden zunächst besser ins Spiel, doch Schonnebecks Strafstoßtor (9.) egalisierte Justin Straßek zeitnah (16.). Danach waren die Fortunen im Spiel. Doch sie ließen gute Möglichkeiten ungenutzt und machten zudem die Gäste durch Fehler stark. Die zogen auf 4:1 davon und die Fortuna riss sich noch einmal am Riemen. Dominic Licata per direkt verwandeltem Freistoß und Marc Skowronek sorgten für den Anschluss. Kevin Miszczuk hatte eine weitere Chance, wurde aber erheblich gestört. „Fällt er, gibt es Elfmeter“, meinten Fortunas Trainer. Im Gegenzug (93.) fiel das 5:3.

SC Werden-Heidhausen – Dostlukspor Bottrop 7:1 (2:0). „Man hat Werden angemerkt, dass sie auch unten drin stehen“, erklärte Dostlukspors Coach Süleyman Olgur. „Doch auf der Bank ist nichts, mit dem wir das hätten nutzen können, wir spielen mit drei über 40-Jährigen.“ Individuelle Fehler entschieden die Partie, nachdem Dostlukspor im Rahmen ihrer Möglichkeiten bis zum 3:0 mitgehalten hatte.