Rhenania Bottrops A-Jugend will den dritten Titel

Rhenanias A-Jugend.
Rhenanias A-Jugend.
Foto: SVR
Was wir bereits wissen
beim WAZ-Cup am Pfingstmontag trifft Rhenanias A-Jugend auf Sterkrade 06/07. Die Rhenanen wollen dort eine grandiose Saison krönen.

Bottrop..  Über einen Mangel an Feiertagen können sich die A-Junioren nicht beklagen. Zwar musste der älteste Nachwuchs des SV Rhenania in der dritten Runde des Kreispokals die Segel streichen. Gegner war immerhin die U19 von Rot-Weiß Oberhausen, eines der Topteams der Niederrheinliga. Doch die Mannschaft von Klaus Scholze durfte noch feiern: Am 1. Mai holten sie den Stadtmeistertitel durch einen 6:0-Erfolg gegen den VfB Bottrop. In diesem Finale spielten sie schon mit dem bestmöglichen Rückenwind, den sich ein Team wünschen kann. Bereits am 18. April hatten sie die Meisterschaft sicher – und sich so für die Aufstiegsrunde qualifiziert.

Wen wundert es da noch, wenn der Trainer seine Spieler als „Superteam“ beschreibt? „Wir haben in der Liga keine Begegnung verloren, nur zweimal remis gespielt, sind Kreismeister und Stadtpokalsieger. Kurz gesagt: Es war eine tolle Saison“, erklärt Scholze voller Stolz. Der B-Lizenz-Trainer weiß, wovon er spricht, seit 30 Jahren ist er im Trainergeschäft unterwegs. Im Juni des vergangenen Jahres trat er im Blankenfeld an.

Die gute Bilanz des SVR soll weiter ausgebaut werden, doch die weiteren Früchte muss eine neu formierte Mannschaft ernten. Der jüngere Jahrgang spielt um den Aufstieg in die Niederrheinliga, und auch beim WAZ-Cup tritt das Team mit dem Kader an, der in der kommenden Saison die A-Jugend des SV Rhenania stellt. „Die Umstellung zu diesem Zeitpunkt zieht sich durch alle Jahrgänge“, verrät der sportliche Leiter für die A- bis D-Jugend, Stefan Spliethoff. „Das macht ja auch Sinn, denn der ältere Jahrgang der A-Jugend spielt ja bereits bei den Senioren.“

Acht Spieler verlassen die Jugend, darunter die Führungsspieler Samuel Kahnert und Kevin Dämmer. Dem „neuen“ Team traut Scholze nichtsdestotrotz einiges zu. „Es ist ein guter Kader, aus der B-Jugend kommen Spieler mit Talent. Ich freue mich auf die Relegation.“ Disziplin und Teamgeist haben für den Coach Priorität. „Ich arbeite in Hilden, trotzdem bin ich pünktlich beim Training. Das verlange ich auch von den Spielern.“

Gleich die erste Aufgabe ist eine Herausforderung. Das Duell mit dem Vertreter aus Oberhausen erhält für die Rhenanen das zusätzliche Merkmal einer teambildenden Maßnahme. Die RWO-A-Jugend erteilte der Veranstaltung eine Absage. Gegner ist also nicht der Stadtmeister, sondern der zweite Finalist, Sterkrade 06/07.

Mehr Tore als der Meister

Die Oberhausener wurden mit elf Punkten Rückstand Zweiter, schossen mit 106 Treffern aber zehn Tore mehr als der Meister. Die direkten Duelle entschied die Rhenania mit 2:1 und 3:1 für sich. Diese Fakten wird Scholze ausblenden. „Es ist gleich, mit welchen Spielern Sterkrade antritt. In diesem einen Spiel herrschen andere Gesetze.“ Die Zuschauer dürfen sich auf eine spannende Partie im Jahnstadion freuen.