Rhenania Bottrop steht souverän in der Zwischenrunde

Starker Auftakt: Der SV Rhenania um Felix Nizeyimana (l.) besiegte den VfB Kirchhellen im ersten Spiel des Tages mit 5:1.
Starker Auftakt: Der SV Rhenania um Felix Nizeyimana (l.) besiegte den VfB Kirchhellen im ersten Spiel des Tages mit 5:1.
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Was wir bereits wissen
Beim Kampf um den zweiten Platz bleibt es bis zum letzten Tagesspiel spannend. Drei Teams hätten noch weiterkommen können. Am Ende ist es der VfB Kirchhellen.

Bottrop.. Es war noch keine halb neun am Freitagabend, da stand der Gruppensieger bereits fest. Viertes Spiel Rhenania, vierter Sieg. Auf in die Zwischenrunde am Sonntag, hieß es für den SVR. „Wir hätten uns durchaus blamieren können, wenn wir hier nicht alles gegeben hätten“, sagte Rhenanias Interimstrainer Fredi Szepetiuk. Doch eine mangelnde Einstellung musste er in keiner Phase befürchten. Hinten standen die Rhenanen gut und vorne sorgte vor allem Joel Goldberg für ein reichhaltiges Trefferkonto.

Doch nicht nur für die Rhenanen waren es zweieinhalb spannende Stunden gewesen. Auch für die Zuschauer, die noch während des ersten Spiels eine Schlange am Eingang bildeten. Und nicht zuletzt für Blau-Weiß Fuhlenbrock. Doch anders als beim blau-weißen Bezirksligisten vom Blankenfeld hieß es bei den Blau-Weißen von Jacobi: Vier Spiele, vier Pleiten. Und was für welche. 1:6 gegen die Sportfreunde 08/21, 0:6 gegen den VfB Kirchhellen, 0:7 gegen Rhenania und 3:5 gegen Vonderort – ein Debakel. „Die Jungs sind leider keine Hallenspieler. Jeder kleine Fehler wurde sofort bestraft. Wir hatten einfach zu viele Ausfälle“, monierte Interimstrainer Hans Hülsmann.

An der Tabellenspitze und am Tabellenende war das Ergebnis also klar – doch für die drei anderen Gruppenmitglieder war es spannend bis zum Ende. Inzwischen bewegte sich der Zeiger der Uhr auf die Neun zu, als der VfB Kirchhellen und die Sportfreunde zum letzten Spiel des Tages antraten. Der Sieger würde als Zweiter in die Zwischenrunde einziehen, das war klar. Sowohl der VfB als auch die Sportfreunde hatten je einen Sieg (Fuhlenbrock), ein Remis (Vonderort) und eine Niederlage (Rhenania) auf dem Konto. Bei einem Unentschieden hätte allerdings der SV Vonderort noch als lachender Dritter am Sonntag weiterspielen können. Der hatte sich zuvor mit seinem neuen Team (siehe links) gut präsentiert. „Eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern haben wir da zusammenbekommen“, freute sich Vonderort-Trainer Fahrudin Kovac.

Doch am Ende des entscheidenden Spiels freute sich der VfB Kirchhellen. Mit 7:1 fegte das Team aus dem Dorf die Sportfreunde aus der Innenstadt vom Feld. Dumm gelaufen, hatten die 08/21er in dieser Partie doch bereits die zweite Rote Karte des Turniers kassiert. Koray Yalcin hatte eine Torchance regelwidrig vereitelt. Im fünften Tagesspiel hatte sein Mannschaftskamerad Hayri Yilmaz zuvor das disqualifizierende Stück Plastik gesehen – er hatte Vonderorts Dino Kovac nach einem ruppigen Zweikampf beleidigt. Schiedsrichter Isar Efetürk zögerte nicht lange. „,Ich fress’ dich gleich auf’, habe ich lediglich zu ihm gesagt. Wir sind in Bottrop. Das ist hier doch keine Beleidigung“, war Yilmaz empört.

Déjà-vu für Kirchhellen

Kirchhellens Trainer Christian Gabmaier hatte am Ende das Gefühl, ein Déjà-vu zu erleben. Immerhin hatte sein VfB im Auftaktspiel mit 1:5 eine Tracht Prügel von Rhenania bezogen. „Vielleicht läuft es wie im vergangenen Jahr: Da haben wir direkt am Anfang auch eine Packung bekommen und standen am dritten Tag im Finale.“

Am heutigen Samstag geht es in den Vorrundengruppen B, C und D weiter. Gespielt wird von zehn bis 18 Uhr. Die zwei Besten der vier Vorrundengruppen stehen dann am Sonntag in der Zwischenrunde (ab 11 Uhr). Ab 15 Uhr kämpfen die Sieger und Zweitplatzierten der beiden Zwischenrundengruppen im Halbfinale um die Endspielteilnahme. Das Spiel um Platz drei folgt um 16:05 Uhr, das Finale steigt um 16:30 Uhr.