Rhenania Bottrop gleicht spät aus gegen Dostlukspor

Eine ruppige Partie war das Derby zwischen den Rhenanen und Dostlukspor. Auch Oktay Semiz (vorne) und Manuel Ephan schenkten sich im Zweikampf nichts.
Eine ruppige Partie war das Derby zwischen den Rhenanen und Dostlukspor. Auch Oktay Semiz (vorne) und Manuel Ephan schenkten sich im Zweikampf nichts.
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Was wir bereits wissen
Zum Auftakt gab es keine Verlierer: Die Bottroper Fortuna belohnt sich für eine gute Leistung mit einem Punkt; auch das Derby endete 1:1 unentschieden.

1:1 – ein gerechtes Ergebnis befanden die Trainer von Rhenania und Dostlukspor. Was nach trauter Einmütigkeit klang, präsentierte sich den Zuschauern im Blankenfeld als engagiertes, manchmal erbittertes Ringen um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

Rhenania Bottrop – Dostlukspor Bottrop 1:1 (0:1): Dostlukspor sorgte für den ersten Hingucker der Begegnung, nicht wenigen Anhängern der Gäste erstarb den Torschrei auf den Lippen, als Sercan Istek mit seinem Kopfball nur den Pfosten traf. Nur Minuten später forderten die Rhenanen lautstark einen Strafstoß für ihren Stürmer Julian Mali ein, doch der Schiedsrichter ließ weiterspielen.

Insgesamt waren die Hausherren trotz großen Aufwandes zu harmlos, der entscheidende Pass in das sogenannte letzte Drittel gelang nicht. Für mehr Gefahr sorgte der Ortsnachbar. Eingeleitet wurden die Angriffe meist über die rechte Seite, durch Okay Semiz und Amanuel Haile. In der 34. Minute bekamen die Rhenanen gleich mehrfach keinen Zugriff auf Dostlukspors Offensivkräfte, nach drei Kurzpässen landete der Ball bei Emre Kilic, der zum 0:1 vollendete.

In der Schlussphase der ersten Halbzeit bewahrte Dominik Wrobel die Rhenania mit zwei Aktionen innerhalb von 60 Sekunden vor einem höheren Rückstand. Fast hätten die Gastgeber daraus noch vor dem Seitenwechsel Kapital geschlagen. Mali kam freistehend zum Kopfball, setzte den Ball aber aus wenigen Metern Distanz knapp neben das Dostlukspor-Tor.

In zweiten Durchgang steigerten die Rhenanen ihre Laufleistung noch einmal. Auf der Gegenseite war Dostlukspor bei seinen Kontern fahrlässig verschwenderisch. Mit einer Unsportlichkeit wurde die Schlussoffensive eingeleitet. Der Spielführer der Gäste, Aytac Demir, sah nach seinem rüden Einsteigen gegen David Hücker die Rote Karte. In der 88. Minute stand André Schittko nach einem Freistoß von Kevin Wenderdel goldrichtig und schob zum 1:1 ein.

„Das 1:1 ist okay, denn wir haben uns bei den Kontern wenig clever angestellt. Aber wir waren das bessere Team“, meinte Dostlukspors Tacettin Senyüz. „Ich habe hier einen Absteiger gesehen. So wird die Rhenania nichts gewinnen. Wir können mit dem Punkt zufrieden sein. Wir haben die Rhenanen auf Distanz gehalten.“

Oliver Dirr bedauerte die zu geringe Durchschlagskraft seiner Mannschaft. „Bei uns hat es daran gemangelt, dass wir keinen Knipser haben. Die Rückkehr von André Schittko war heute Gold wert. Verlieren war verboten. Jetzt müssen wir in Schonnebeck auf den Dreier gehen.“

SC Werden-Heidhausen – Fortuna Bottrop 1:1 (1:0):„Ich fahre gut gelaunt nach Hause, denn jetzt haben wir eine Vergleichsgröße und die hat gezeigt, dass wir trotz der manchmal wackeligen Vorbereitung vieles richtig gemacht haben. Jetzt kann ich sagen: Die Rückrunde kann kommen“, lautete das Fazit von Marco Hoffmann. Von Beginn an zeigten sich seine Spieler aufmerksam und erspielten sich klare Feldvorteile.

Dennis Boron leitete mit seiner Flanke die erste große Chance des Spiels ein, doch der Flugkopfball von Pierre Weyerhorst aus etwa zehn Metern verpasste das Ziel denkbar knapp. Dominic Licatas Torschuss auf die lange Ecke lenkte Werdens Keeper mit den Fingespitzen neben das Tor. Auch beim Führungstreffer der Hausherren ging es um Zentimeter, denn der Treffer fiel aus abseitsverdächtiger Position (36.). Die Fortuna steckte den Rückschlag weg, blieb auf Angriffskurs - und hatte kurz vor der Halbzeitpause erneut Pech.

Niklas Bossek scheiterte am Pfosten. In der 66. Minute gelang der verdiente Ausgleich. Benedikt Kracke brachte den Ball von der Torlinie in den Strafraum und Weyerhorst köpfte das 1:1. In der Schlussphase hatten die Fortunen schließlich das Glück, dass sie sich so hart erarbeitet hatten, denn Werden setzte einen Konter an den Pfosten.