Radikaler Schritt zur schlechten Zeit

Zu behaupten, dass Dostlukspor eine aufregende Woche hinter sich, wäre immens untertrieben. So radikal wie der Verein unter dem Vorsitzenden Nuh Arslan vergangene Woche gehandelt hat, hat wohl selten ein Fußballklub reagiert. Die Trainer entlassen, die dritte Mannschaft abgemeldet und die noch verbleibenden zwei Mannschaften personell kräftig durchgerüttelt – kann das gut gehen?

Der erste Blick auf die Ergebnisse sagt: nein. Das Bezirksligateam verlor 1:3, die Reserve in der A-Kreisliga 2:5. Klar, gleich Siege von neu zusammengewürfelten Teams zu erwarten, wäre vermessen. Doch viel Zeit bleibt nicht mehr. Die Erste steckt im Abstiegskampf der Bezirksliga, die Zweite droht in die Kreisliga B zu rutschen. Die Zeit für Experimente ist eigentlich vorbei.

Aber es geht weniger ums Sportliche. Lautete die Begründung für den radikalen Schritt doch, dass die Undiszipliniertheiten der Spieler überhand genommen hätten. Das macht die Entscheidung wiederum etwas verständlicher – auch wenn es den Verein sportlich geschwächt hat.

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