Platz fünf wäre dem VfB Kirchhellen nicht genug

Der VfB Kirchhellen: (obere Reihe v.l.) Benedikt Schnieder, Marcel Voßbeck, Matthias Voßbeck, Benedikt Risthaus, Jan Große-Kreul, Dominik Selm, Bernd Igelbüscher, Andre Voßbeck, (mittlere Reihe v.l.) Nils Bußmann, Luca Kleine-Wieskamp, Jonas Thimm, Nico Graf, Ulli Hagemann, Calvin Klein, Justin Uling, Jannis Flentje, Stefan Kahnert, Lars Jenke, Jens Kaiser (Betreuer), Christian Gabmaier (Trainer), Jupp Große-Venhaus (Betreuer), (vordere Reihe v.l.) Phillip Meyer, Stefan Große-Venhaus, Hendrik Möhlmann, Fabian Mohs, Alexander Groß, Christopher Honert, Moritz Jansen, Constantin Hopp, Johannes Liesenklas, Jan Mettler.
Der VfB Kirchhellen: (obere Reihe v.l.) Benedikt Schnieder, Marcel Voßbeck, Matthias Voßbeck, Benedikt Risthaus, Jan Große-Kreul, Dominik Selm, Bernd Igelbüscher, Andre Voßbeck, (mittlere Reihe v.l.) Nils Bußmann, Luca Kleine-Wieskamp, Jonas Thimm, Nico Graf, Ulli Hagemann, Calvin Klein, Justin Uling, Jannis Flentje, Stefan Kahnert, Lars Jenke, Jens Kaiser (Betreuer), Christian Gabmaier (Trainer), Jupp Große-Venhaus (Betreuer), (vordere Reihe v.l.) Phillip Meyer, Stefan Große-Venhaus, Hendrik Möhlmann, Fabian Mohs, Alexander Groß, Christopher Honert, Moritz Jansen, Constantin Hopp, Johannes Liesenklas, Jan Mettler.
Foto: Michael Korte
Was wir bereits wissen
Der VfB Kirchhellen startet in das dritte Jahr unter Trainer Christian Gabmaier. Kein Umbruch trotz 15 neuer Spieler – fast alle kommen aus der eigenen A-Jugend.

Bottrop..  Eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr – dieses Ziel hatte Christian Gabmaier schon in seinem zweiten Jahr als Trainer des VfB Kirchhellen ins Auge gefasst. Das Kreisliga-A-Team des Traditionsklubs musste sich letztlich mit dem siebten Tabellenplatz zufrieden geben. Georg Garz und Dierk Bußmann, Kirchhellens stellvertretende Vorsitzende und sportliche Leitung, schätzen den VfB in der kommenden Saison deutlich stärker ein: „Platz fünf oder sechs würde mir nicht reichen“, so Garz.

Die Ausgangslage

Keeper Marcel Lehmann konzentriert sich auf seine Aufgabe als A-Jugendtrainer, sonst gibt es keine Abgänge. Auf der anderen Seite gab es dagegen mächtig Bewegung. Zehn Jugendspieler wechseln zu den Senioren; erst einmal trainieren alle bei der Ersten mit. „Nicht jeder wird direkt den Sprung schaffen“, weiß Gabmaier, „trotzdem habe ich jetzt ganz andere Alternativen. Vor einem Jahr hatten wir gerade mal 18, 19 Spieler und arge Personalprobleme. Ohne die A-Junioren hätte es zuletzt gar nicht funktioniert, aber die gingen wegen der Doppelbelastung in den letzten Wochen auf dem Zahnfleisch.“ Nun siedelt sich die Mannschaftsstärke im 30er-Bereich an, neben dem eigenen Nachwuchs fanden fünf Spieler den Weg zur Loewenfeldstraße. Doch schon vor dem Auftakt der Vorbereitung gibt es auch schlechte Neuigkeiten aus der Personalabteilung. Mit Boris Bogdahn, Jan Mettler und Jonas Thimm hat der VfB drei Langzeitverletzte. Gabmaier: „Mit ihnen können wir wohl leider erst in der Rückrunde rechnen.“

Die Mannschaft

15 „Zugänge“ – da ist normalerweise vom Umbruch oder vom Neuanfang die Rede. Dies greift in diesem Fall natürlich nicht. Es sind fast ausschließlich Kirchhellener Eigengewächse, die in den VfB-Mannschaften spielen, die Spieler kennen sich und das Umfeld seit Jahren. „Menschlich passt das alles hervorragend zusammen“, ist Trainer Gabmaier überzeugt. Das Team ist zudem noch sehr jung: Justin Liesenklas ist sogar noch älterer A-Jugend-Jahrgang. „Nur Stefan Kahnert macht uns mit seinen 32 Jahren den Schnitt kaputt“, meint Garz lachend.

Die Neuen

„Wir haben uns in der Breite und auch qualitativ verbessert“, so Bußmann. Keine Frage, Kirchhellens Erstvertretung hat reichlich Alternativen für alle Mannschaftsbereiche. Rückkehrer Josua Garz ist Torwart, Calvin Klein Abwehrspezialist. Der Trainer ist aber vor allem angetan von den Möglichkeiten, die sich ihm nun in der Offensive bieten. „Unsere Chancenverwertung war in der jüngsten Saison schlecht.“ Nur 56 Treffer konnte der VfB erzielen – 71 waren es noch in Gabmaiers erstem VfB-Jahr. Nun hat der Trainer mit Dominik Selm, Neuseeland-Rückkehrer Conny Hopp, und den „Neuen“ Lars Jenke und Kahnert allein vier Mittelstürmer zur Verfügung. Letzterer soll den VfB aber nicht nur mit seinen Torjägerqualitäten weiter nach vorne bringen. „Die jungen Spieler werden von seiner Erfahrung profitieren“, ist Garz überzeugt.

Die Probleme

Ein großer Kader, ein junger Kader – darin liegen Chancen und Gefahren gleichermaßen. Reichlich Alternativen auf der Bank sorgen für mehr Konkurrenz, doch führen sie oft zu Unzufriedenheit oder Unruhe. Im Fall des VfB ist diese Entwicklung unwahrscheinlich – bei dem hohen Anteil an Kirchhellenern im Kader. Zudem muss sich erst herausstellen, wie viele der Nachwuchsspieler sich für die Erste aufdrängen. Für Gabmaier ist das Heranführen junger Spieler eine wohlbekannte Aufgabe, unter diesen Voraussetzungen trainierte er elf Jahre beim BVH Dorsten.

Die Prognose

Zu wenig Spieler, zu wenig Durchschlagskraft im Sturm – das waren zwei Handicaps des VfB in der vergangenen Saison in der westfälischen A-Kreisliga. Die sollten der Vergangenheit angehören. Die Kirchhellener werden oben in der Liga mitspielen. Wie weit oben hängt nicht zuletzt von einem erfolgreichen Start in die Meisterschaft ab. Auch das war ein Manko in der Vergangenheit: Der VfB kam in den jüngsten zwei Jahren zu spät in Schwung.