Pawlitzki trifft, Wacker feiert Neues Terrain
22.07.2007 | 07:25 Uhr 2007-07-22T07:25:39+0200Neben Titelverteidiger SV 1911 erreicht auch Wacker Bottrop erstmals in der Vereinsgeschichte die Finalrunde.Endstation für VfR Ebel, RW Westfalia und Ruhrpott Kicker
FUSSBALL STADTMEISTERSCHAFT GRUPPE C"Wunder gibt es immer wieder", so verspricht ein alter Gassenhauer. Bei der Austragung der Stadtmeisterschafts-Vorrunde der Gruppe C beim Ausrichter VfR Ebel durften die Zuschauer und Fußball-Fans Zeugen eben so eines Wunders werden.
Die endgültigen Gruppenpläne waren schon so gut wie fertiggeschrieben, als am Samstag am Lichtenhorst noch rund eine Minute in der letzten Partie des Tages zwischen dem Hobbyligisten Ruhrpott Kicker und C-Ligist Wacker Bottrop zu absolvieren war. So langsam konnte sich der VfR Ebel, zwar punktgleich mit Rot-Weiß Westfalia, dafür aber mit dem besseren Torverhältnis versehen, zum Jubelsturm für den Einzug in die Finalrunde bereit machen. Bis sich Wacker-Kicker Nils Pawlitzki ein Herz fasste und mit dem Schlusspfiff den Siegtreffer für seine Farben erzielte. "Wir waren alle ein wenig überrascht, als man uns sagte, dass wir durch diesen Sieg den Einzug in die Finalrunde erreicht hatten", sagte Wacker-Coach Christoph Döpke. Überrascht und überrumpelt dürften sich wohl auch Verantwortliche und Kicker des VfR Ebel und von Rot-Weiß Westfalia gefühlt haben, die den krassen Außenseiter wohl nicht auf ihrer Rechnung hatten. "Für uns ist es das erste Mal in unserer Vereinsgeschichte, dass wir bei den Feldstadtmeisterschaften mal einen Platz an der Sonne haben", freute sich Übungsleiter Döpke. Und den hat gleich der Ehrgeiz gepackt: "Wir wollen in der kommenden Woche unser Image als Underdog pflegen und vielleicht einen der Großen ärgern", verspricht der Wacker-Boss.
Standesgemäß hingegen setzte sich Bezirksligist und Titelverteidiger SV Bottrop 1911 in der Gruppe C durch. Zehn Punkte, lediglich ein 0:0-Remis gegen Wacker beschmutzte die ansonsten blütenweiße Weste der Weywiesen-Kicker ein wenig, sowie ein Torverhältnis von 9:0 ließen das Pfeifer-Team auf dem ersten Rang stehen. Endstation hieß es hingegen für die Ruhrpott Kicker, Rot-Weiß Westfalia und den VfR Ebel.
Bislang galten die Kicker von Wacker immer als gern gesehenes Kanonenfutter, nun trotzte man gar dem Titelverteidiger einen Punkt ab. Zum Lohn geht es nun auf neues Finalrunden-Terrain.
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