Nur eines lässt sich nicht planen

Die Premiere im Vorjahr war gelungen, doch ob sich eine Veranstaltung wirklich etablieren kann, beweist sich erst mit der zweiten Auflage. Und? Ja, das gestrige Leichtathletikfest war ein Erfolg. Trotz Regen und Gewitter.

Keine Frage, die Mischung aus NRW-Meisterschaft und hochkarätig besetzten „Gala-Disziplinen“ ist wieder gut aufgegangen. Klar ist es schade für gute NRW-Sportler, wenn sich plötzlich ausländische Athleten über den Gewinn der Landesmeisterschaft freuen. Doch durch die Zusammenlegung bekommt die NRW-Meisterschaft erst wieder Zuschauerzuspruch. Das Leistungsgefälle ist durch den „Gala-Effekt“ in einigen Disziplinen groß, keine Frage. Doch spannende Wettkämpfe sahen die Zuschauer trotzdem bei den technischen und den Laufdisziplinen.

Dabei ist ein solcher Wettkampf über mehrere Stunden fast schon gegen den Trend geplant. Eigentlich setzen viele Veranstalter auf kurze, knackige Meetings. Doch das Team vom Leichtathletikverband Nordrhein und vom LC Adler zeigt, dass auch acht Stunden Spitzensport noch ziehen können. Die Zuschauer haben sich eben über den ganzen Tag verteilt.

Einziger Gegner der Spitzensportler am gestrigen Tag: das Wetter. Es war drückend am Vormittag und zum Nachmittag hin regnete es in Strömen. Doch dagegen ist selbst die beste Planung machtlos. Wie sagte schon der Dichter Erhard Horst Bellermann: „Wetter ist meistens bestimmt unbestimmt.“