„Mit dem Sportplatz arrangieren“

1 Herr Schmidt, die Bundesregierung plant, die Lärmschutzauflagen für den Betrieb von Sportstädten in Wohngebieten zu lockern. Gibt es in Bottrop überhaupt Anlass zur Beschwerde?

Nein, derzeit gibt es bei uns keine Beschwerden oder Problematiken. In der Vergangenheit haben wir uns mit den betreffenden Vereinen und den Nachbarn zusammengesetzt und die Probleme erörtert. Wir setzen also zunächst auf ein gutes Miteinander.

2 Was sind denn die sensiblen Zeiten, an denen sich die Vereine beschränken müssen?

Die Lärmschutzverordnung nennt ja die Werte, die nicht übertroffen werden dürfen. Die unterscheiden sich je nach Lage und Alter der Sportstätte. Generell kann man sagen, dass die Richtwerte sonntags zwischen 13 und 15 Uhr besonders niedrig sind. Aber da spielen ja gar keine Kinder Fußball, sondern meist nur die Reserve-Seniorenteams. Die Kinder spielen samstags. Aber noch einmal generell: Ab 22 Uhr ist abends Feierabend mit dem Trainingsbetrieb, das Flutlicht wird spätestens um 21.30 Uhr ausgeschaltet.

3 Werden die Grenzwerte beim Umbau/Neubau von Sportplätzen berücksichtigt?

Natürlich, nehmen wir als Beispiel den Neubau der Anlage des SV Rhenania, da wurde alles eingerechnet. Deshalb gibt es ja einen Wall um die Anlage. Ich würde den Anwohnern aber raten, sich im Sinne der Nachbarschaft mit dem Sportlatz zu arrangieren. Neben einer Schule oder einer Fabrik zu wohnen, ist nicht anders. Ein Sportplatz ist nun einmal da, um genutzt zu werden.