Kirchhellen triumphiert in Grafenwald

VfL Grafenwald – VfB Kirchhellen 0:3 (0:2): „Wir haben gut begonnen und dann unerklärlicherweise den Faden verloren“, meinte VfL-Coach Sven Koutcky. „Als wir in der zweiten Halbzeit Druck machen wollten, kam der Platzverweis. Ich will dem Schiedsrichter nicht die Schuld für die Niederlage geben, aber die Rote Karte war der Knackpunkt.“ In der 50. Minute wurde Dominik Ogaza wegen eines Foulspiels des Feldes verwiesen. Die Grafenwälder argumentierten dabei vergeblich, dass der Situation ein Foul gegen Ogaza vorangegangen war und der Spieler dadurch in seinen Gegner gerutscht war.

Zu diesem Zeitpunkt führten die Kirchhellener mit 2:0. Zwar hatten die Gastgeber nach drei Minuten die erste Tormöglichkeit, Maurice Ogaza scheiterte aber an VfB-Schlussmann Marcel Lehmann. Doch dann häuften sich die Fehler der Wöller, gleichzeitig kam der VfB immer besser ins Spiel. Der sehenswerteste Angriff in dieser Spielphase, eingeleitet von Christopher Honert, blieb ohne Lohn: Torhüter Josua Garz zeichnete sich gegen Jan Große-Kreul aus. Drei Minuten später musste er sich bei einem abgefälschten Schuss von Benedikt Schnieder geschlagen geben (37.). Mit einem Distanzschuss in der 45. Minute stellte Honert das Ergebnis auf 2:0.

In Unterzahl versuchte der VfL vergeblich, den Rückstand wettzumachen; allein Ogaza und Pascal Duckheim hatten nennenswerte Möglichkeiten. Auf der Gegenseite brauchte es einige Konterangriffe, bis dem VfB die endgültige Entscheidung durch den Treffer von Lars Jenke gelang (79.). „Jetzt sind wir bis auf zwei Punkte am VfL Grafenwald dran“, freute sich Kirchhellens Christian Gabmaier. „Wir hätten den Sack aber viel eher zumachen müssen.“