„Kein Tabu beim Dreh des Fernsehteams“

1 Herr Schmid, in jüngster Zeit war einiges los an der Kletterwand in der Arena 79. Warum das große Kameraaufgebot?

Das Klettern mit MS-Kranken ist seit Jahren ein vielbeachtetes Projekt des Sportbundes. Nun kam erst ein Radioteam des Deutschlandfunks vorbei und erstellte eine klassische Radioreportage. Ein paar Tage später war dann der WDR in Bottrop, um für ein neues TV-Format zu drehen. Auch dabei ging es um Menschen, die an Multiple Sklerose erkrankt sind und trotzdem sportlich aktiv sind.

2 Warum plötzlich der große Medienandrang?

Ich habe im Mai am Welt-MS-Tag in einer Spezialklinik in Isselburg am Niederrhein einen Vortrag über unser Projekt gehalten. Über unsere Arbeit vor Ort und die gemeinsamen Ausflüge. Jüngst war ich mit 18 Teilnehmern sogar in den Alpen klettern. Im Publikum saß jemand aus der Medienbranche, der gleich seine Kontakte spielen ließ.

3 Was macht das neue WDR-Sendeformat so besonders?

Es handelt sich um eine Sendung, die sich mit viel Verständnis und Humor besonderen sozialen Gruppen in Deutschland widmet. Die Krankheit wird nicht als Tabu behandelt, im Gegenteil, es war richtig lustig und Teilnehmer, Reporter und ein anwesender Comedian haben sich gegenseitig auf die Schüppe genommen. Die Sendung soll ein jüngeres Publikum ansprechen und das wollen wir ja auch mit unserer MS-Klettergruppe im Bottroper Sportbund. Im August wird der Beitrag gesendet.