JC 66 nimmt Kurs auf die Bundesliga

Sie haben alles im Griff: Kalala Ngoy (links) und die Judoka vom JC 66 Bottrop siegten auch gegen Walheim und haben die Tür zur Rückkehr in die Bundesliga weit aufgestoßen.
Sie haben alles im Griff: Kalala Ngoy (links) und die Judoka vom JC 66 Bottrop siegten auch gegen Walheim und haben die Tür zur Rückkehr in die Bundesliga weit aufgestoßen.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Kahn der Piraten befindet sich klar auf Kurs: Nach dem 9:5-Sieg des JC 66 bei Hertha Walheim ist den Bottropern die Rückkehr in die Bundesliga kaum noch zu nehmen.

Bottrop.. War das der Türöffner zum Aufstieg? Am vierten Kampftag stand den Piraten des JC 66 Bottrop eine hohe Hürde bevor, die Judoka gastierten bei Hertha Walheim und so beim wohl ärgsten Konkurrenten im Kampf um den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Auch deshalb wollte JC-Trainer Sven Helbing bis dato nicht viel von einer möglichen Rückkehr ins Oberhaus wissen, spätestens jetzt dürfte sich der Kahn der Piraten aber klar auf Kurs befinden: Die 66er gewannen mit 9:5 (90:45) bei der Hertha und untermauerten ihre Ambitionen durch eine letztlich souveräne Verteidigung der Tabellenspitze.

“Wir alle können die Tabelle lesen und wissen, dass wir nur noch schwer vom ersten Platz zu verdrängen sind“, äußerte sich Helbing, „den Aufstieg feiern wir aber noch nicht. Uns steht noch ein wichtiger Kampf bevor, dazu entspricht eine vorzeitige Feier einfach nicht unserem Stil.“ Die große Sause findet im Lager des JC 66 erst dann statt, wenn „auch der letzte Kampf gekämpft ist.“

Eigengewächse überzeugen erneut

Wahrlich stilvoll präsentierten sich die Piraten aber auch in ihrem vierten Kampf der Saison, erneut kamen etliche Eigengewächse des JC 66 zum Einsatz und holten darüber hinaus wichtige Punkte. „Es ist toll zu sehen, dass sich unsere Jungs gegen internationale Topgegner so gut verkaufen“, war auch Helbing froh über das erneut starke Abschneiden seiner Schützlinge. In der Tat scheint der Plan, vermehrt auf die Entwicklung der eigenen Nachwuchskräfte zu setzen und auf ihr Können zu vertrauen, schmackhafte Früchte zu tragen. Egal ob Stefan Urselmann, Hamsat Isaev oder der diesmal stark auftretende Tobias Pahnke, sie alle zeigten sich konzentriert und überzeugten ein weiteres Mal durch eine mannschaftlich geschlossene Leistung. So stand gegen Walheim zur Halbzeit eine 5:2-Führung, die aber keineswegs zum Ausruhen verleiten sollte. „In der Pause haben wir das nochmal ganz deutlich thematisiert, wir wussten um die Stärke des Gegners und wollten ihn zu keinem Zeitpunkt unterschätzen“, sagte Helbing und blickte dabei vor allem auf den ersten Kampf der Walheimer, die gegen Spremberg ein 2:6 aufholten und in einen Sieg umwandelten.

Die Befürchtungen schienen berechtigt: Die Gastgeber bekamen die zweite Luft und verkürzten schnell auf 4:5. Doch dann fanden die Bottroper zu ihrer Souveränität zurück und punkteten erfolgreich. Junior Degen ersetzte Kalala Ngoy im zweiten Durchgang und durfte nach nur 1:08 Minuten seinen ersten Sieg im JC-Dress bejubeln.

Lediglich Dex Elmont und Hamsat Isaev, die sich während ihrer Kämpfe verletzten, trübten die Stimmung. „Wir hoffen, dass es bei beiden nichts ernstes ist“, so Helbing. Doch auch diese Umstände dürften die Piraten nicht mehr davon abbringen, schon bald wieder im Oberhaus zu kämpfen.