JC 66 Bottrop feiert Einstand nach Maß

JC 66-Neuzugang Niklas Luckai (l.) konnte in der Gewichtsklasse bis 60 kg beide Kämpfe gegen den Mönchengladbacher Peer Radtke für sich entscheiden.
JC 66-Neuzugang Niklas Luckai (l.) konnte in der Gewichtsklasse bis 60 kg beide Kämpfe gegen den Mönchengladbacher Peer Radtke für sich entscheiden.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Zum Saisonauftakt in der 2. Bundesliga Nord gewann der JC 66 Bottrop seinen Heimkampf gegen den 1. JC Mönchengladbach mit 10:4.

Botttrop..  Gespannt blickten die Piraten vom JC 66 Bottrop dem ersten Kampftag in der 2. Bundesliga entgegen. Und erlebten ein nahezu perfektes Debüt: Mit 10:4 (97:40) entschieden sie den mit Spannung erwarteten Topkampf gegen den 1. JC Mönchengladbach für sich. Der Gegner vom Niederrhein konnte in der Vorsaison immerhin den Titel des Vizemeisters im Unterhaus für sich verbuchen, während die Piraten von 66-Trainer Sven Helbing den Abstieg aus der 1. Bundesliga verdauen mussten.

Qualitativ hochwertig aufgestellt

Zu viele Schwachstellen wiesen die Bottroper im Vorjahr auf und mussten vor allem in den unteren Gewichtsklassen zu viele Punkte an die Gegner abgeben. „Das Risiko war einkalkuliert, wir haben uns dazu entschieden, mit jungen und talentierten Kämpfern in die Saison zu gehen und diesen Weg werden wir fortsetzen“, beschrieb Helbing. Dennoch wurde im Kader der Bottroper nachjustiert. Helbing sieht sein Team nun breiter und dennoch qualitativ hochwertig aufgestellt: „Schon in dieser ersten Partie hatten wir viele personelle Optionen in sämtlichen Gewichtsklassen. Da tut es mir schon fast leid, dass ich nicht jeden kämpfen lassen kann.“ Und so war von den Problemen, welche die Piraten in der Vorsaison noch so sehr plagten, im ersten Ligakampf nichts mehr zu spüren.

Hamsat Isaev (-73 kg), Michael Korrel (-100 kg) und Neuzugang Niklas Luckai (-60 kg) brachten die Bottroper mit 3:0 in Front und deuteten schon früh an, wohin der Weg für die 66er an diesem Tag gehen würde. Und auch das nötige Quäntchen Glück hatten die Hausherren auf ihrer Seite: Antonio Ciano lag 30 Sekunden vor dem Kampfende zwar gegen den Gladbacher Amir Sheikh Hosseini zurück, der kassierte allerdings seine vierte Strafe (“Shido“) und wurde folglich disqualifiziert. Ein weiteres Highlight folgte sofort, als Stefan Urselmann seinen Gladbacher Kontrahenten nach nur 39 Sekunden auf die Matte schickte und für großen Jubel im Piratenlager sorgte.

In der Pause – der JC 66 führte mit 5:2 – blieb gar genug Zeit, um den langjährigen JC-Vorsitzenden Roland Assmann zu ehren, der sein Amt vor der neuen Saison weiterreichte. Ein weiterer Beleg für einen rundum gelungenen Tag der Gastgeber, die das Endergebnis durch weitere Siege von Danny Meeuwsen, Isaev, Luckai, Urselmann und Korrel erfolgreich in die Höhe schraubten. Der letzte Kampf des Tages hatte dabei noch einmal Symbolcharakter: Korrel hatte seinen Kontrahenten mit einem Haltegriff festmachen können, siegesgewiss grinste und zwinkerte er seinen Mitstreitern noch während des Kampfes zu.

Teamgeist

Zwar mussten die Gäste kurzfristig auf Marc Odenthal und Marcel Bizon verzichten, dennoch sah Helbing keinen Grund, den Erfolg seines Teams zu schmälern. „Die Gladbacher waren immer noch enorm stark besetzt, unser Ehrgeiz und Wille waren aber enorm groß. Dazu zeichnet unser Team ein unheimlicher Teamgeist aus, das macht uns stark“, war der Trainer des JC 66 Bottrop erfreut über die dargebotene Leistung seiner Schützlinge. „Für uns war es mehr Lust als Last. Wir haben uns darauf gefreut, wieder kämpfen zu können, und das hat man den Jungs auch angesehen. Vielleicht kommt uns diese Saison im Unterhaus sogar gelegen, da sich unsere jungen Kämpfer hier hervorragend entwickeln und heranreifen können.“