Inzwischen in der dritten Schwimmphase angelangt

Inzwischen ist Klaus Kalinke in der dritten Schwimmphase seines Lebens angelangt, dem Freiwasserschwimmen. „Freistil ist meine Lieblingsdisziplin, je länger, je lieber.“ So kommt er derzeit auf etwa 600 Kilometer im Jahr „Viel ist das nicht, ich lag auch schon mal bei 700 Kilometern.“

Europameister 2007 in Slowenien

Seinen Weg dorthin fand er über den Triathlon. „Ich hatte schon ein paar Marathons absolviert. Nur gegen das Radfahren habe ich mich lange gewehrt.“ 2007 wurde der für den SV Gladbeck startende Sportler in Slowenien Europameister über 200 Meter Freistil, 2013 gab es vier Mal Edelmetall in der AK 55.

Die Sportveranstaltungen führen ihn durch die ganze Welt. Eine Leidenschaft, bei der die Partnerin mitspielen muss oder optimalerweise teilt. Bei Marie-Theres Heßling ist letzteres der Fall. Im Herbst werden die Veranstaltungen für das darauffolgende Jahr geplant. „Oft verbinden wir das mit einem Urlaub. Wir waren schon ein paar Mal in Amerika, aber bei den Rennen hat man als Europäer keine Chance“, erklärt Kalinke. Lachend erzählt Marie-Theres Heßling von einem Wettbewerb, bei der ihr Mann im sogenannten Callroom auf seinen Start wartete. „Das war schon ein amüsanter Anblick, wie er da zwischen all den Hünen auf seinem Stuhl saß und einer von ihnen ihm wohlwollend auf den Rücken klopfte.“

Grachtenschwimmen in Eindhoven

Beide schwärmen von Ereignissen wie dem Grachtenschwimmen in Eindhoven: 3200 Meter schnurstracks in die Stadt hinein und die Zuschauer können die Sportler entlang der Strecke zu Fuß begleiten: „Davon habe ich tolle Aufnahmen. Bei den Brücken bin ich voraus gelaufen und habe fotografiert. An solche Bilder kommt man sonst nicht“, berichtet Marie-Theres Heßling.

In diesem Jahr freuen sie sich besonders auf den „Wakenitz Man“ in Lübeck - 14 Kilometer Schwimmstrecke, die vom Ratzeburger See durch die Wakenitz in die Stadt führen, jeder Schwimmer begleitet von einem Paddelboot. „Die Meldezeit begann am 1. Februar um 0.00 Uhr, fünf Minuten später war die Veranstaltung ausgebucht.“

Eines können diese Wettbewerbe aber nicht toppen. „Das Schönste für mich ist es, allein in einem See zu schwimmen, mit der spiegelglatten Oberfläche des Wassers vor mir“, erzählt Kalinke, der auch in Zukunft immer wieder Pausen entlang der Autobahn einlegen wird.