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Bottroper Herbstwaldlauf

Extrem- und Breitensport zugleich

06.11.2011 | 18:44 Uhr
Extrem- und Breitensport zugleich
Der Bottroper Herbstwaldlauf am 6. November wurde von Adler-Langlauf Bottrop ausgerichtet. Über 1500 Teilnehmer gingen über vier verschiedene Streckenlängen - vom 6,8 km bis 50 km - an den Start. Foto: Birgit Schweizer / WAZ FotoPool

Bottrop.   Beim 39. Bottroper Herbstwald gingen auf dem Gelände des Bergwerks Prosper-Haniel in Bottrop über 1500 Teilnehmer an den Start.

Das Wetter meinte es mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern beim 39. Bottroper Herbstwaldlauf am Sonntag nun wirklich gut. So hat sich mancher Langlaufer noch kurzentschlossen auf den Weg zum Bergwerk Prosper-Haniel gemacht. Und der Ausrichter Adler-Langlauf Bottrop konnte sich über einen neuen Teilnehmerrekord freuen. Rund 1500 Aktive machten sich auf die verschiedenen Strecken, vom lockeren 6,8 km-Grubenwehrlauf bis zum 50 km Jürgen Liebert-Ultra.

„Es waren noch rund 400 Nachmeldungen“, war Stephan Allermann, Vorsitzender von Adler-Langlauf, doch ein wenig überrascht, dass der Teilnehmerrekord gestern gebrochen wurde. „Es sind diesmal sehr viele 25 km-Läufer dabei, und das tolle Wetter. Das zieht“, schmunzelt Allermann.

Rund um das Bergwerk waren die Parkmöglichkeiten ausgeschöpft. Aus dem gesamten Ruhrgebiet, aber auch vom Niederrhein und auch von weiter kamen die Laufbegeisterten, wie an den Nummernschildern ihrer Autos zu erkennen war. Bestes Laufwetter, dass konnte für das Gros der Teilnehmer zählen, die auf den „kurzen“ Strecken (6,8 km, 10 km und 25 km) unterwegs waren. Dagegen hatten die „Ultras“ mehr als einen Marathon vor sich (50 km). Keine 25 Minuten waren seit dem Start des Grubenwehr-Laufs (6,8 km) vegangen, da gab es schon die ersten Zieleinläufe, und gut 40 Minuten nach dem Startschuss für den 10 km-Heideseelauf waren auch hier die erste Podestplätze vergeben. Die ersten 25 km-Finisher liefen nach gut anderthalb Stunden durchs Ziel und durften im Start-Ziel-Bereich auf dem Gelände des Bergwerks Haniel eine Medaille in Empfang nehmen. Für eine Gruppe „Ultras“, die wenig später ebenfalls über die Ziellinie lief und frenetisch bejubelt wurde, war aber noch lange nicht Schluss. Sie hatten gerade einmal Halbzeit, musten die 25 km-Runde zum zweiten Mal absolvieren.

Doch der Bottroper Herbstwaldlauf war auch in diesem Jahr nicht nur Extrem-, sondern auch Breitensport, und Moderator Laurenz Tissen, der übers Mikrofon nahezu jeden Läufer im Zielbereich persönlich begrüßte, brachte es kurzum auf den Punkt: „Hier ist jeder Sieger. Was wären wir nur mit schnellen Läufern? Jeder Teilnehmer ist ein Eckstein dieser Veranstaltung“.

Dass das Laufen in der Gruppe eine Menge Spaß macht, stellten die vielen Vereine und Mannschaften unter Beweis, die sich auch in diesem Jahr wieder für die Bottroper Veranstaltung angemeldet haben. Ins Auge fielen vor allem diejenigen, die sich farbenprächtig präsentierten. In leuchtend-orangen Trikost waren z. B. die Breitensportler des VfL Bergheide aus Oberhausen nur schwer zu übersehen. Läufer sind aber auch Individualisten, und so brachte so manches Accessoire die Besucher im Start-Ziel-Bereich zum Schmunzeln und Staunen. Bei der „Lady in Red“ zum Beispiel, Linda Kays von der LGO Bochum, die in roter Laufbekleidung und mit rot gefärbten Haaren auffiel. Und in der 25 km-Wertung in ihrer Altersklasse (W 30) nach 2:01:51 Stunden den zweiten Platz belegte.

Großer Jubel herrschte dann, als Ralf Priebisch (Olympia Halsteren) dann um die letzte Kurve bog und in Richtung Ziel lief. Der Läufer mit der Startnummer 5083 war der erste Ultra-Finisher und wurde mit einer Zeit von 3:16:24 Stunden Gesamtsieger über 50 km.

Harald Jelonnek

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