Ein Riese als Hoffnungsträger
05.01.2010 | 16:59 Uhr 2010-01-05T16:59:00+0100Bottrop. Jonathan Winder soll RWE Volleys zum Klassenerhalt in der 1. Bundesliga verhelfen.
Die Hoffnung auf den Klassenerhalt der RWE Volleys in der ersten Volleyball-Bundesliga hat einen Namen und zwar Jonathan Winder. Denn seit Montag, den 4. Januar 2010, ist es offiziell. Der 24jährige Amerikaner ist der ersehnte Neuzugang, der dem augenblicklichen Tabellen-Letzten neue Impulse im Kampf um den Klassenverbleib verleihen soll. Auf den ersten Blick vermag man dem Riesen von 2,03 Metern gar nicht abnehmen, dass er die Hoffnung des Aufsteigers sein soll. Schließlich wirkt er nicht nur überaus freundlich und sympathisch, sondern erscheint auch recht jung. Doch trotz seiner gerade einmal 24-Jahre bringt der Neuzugang reichlich Erfahrung auf der Position des Zuspielers mit sich. So begann die Karriere des Rechtshänders im College Volleyball, wo 2005 mit gerade einmal 19 Jahren der Newcomer des Jahres wurde. Es folgte in der Saison 2007 die Auszeichnung zum "National Player of the Year", da Winder mit seinem Team während der Saison ungeschlagen blieb. Im Jahre 2007 folgte auch gleich der nächste Karriereschritt, denn er wurde zum Kapitän des USA-Volleyballteams gewählt, das an den World Games in Bangkok in Thailand teilnahm. Und mit diesem Team errang der damals 20-Jährige bereits die Bronzemedaille. Aufgrund dieses Erfolges wurde Jonathan Winder 2008 auch erstmals ins Aufgebot der amerikanischen Nationalmannschaft berufen. Beim Pan America Cup spielte der Zuspieler acht Tage in Japan und ist seit dieser Zeit fester Bestandteil des amerikanischen Nationalteams. Im selben Jahr machte der Neuzugang erst Erfahrungen mit dem europäischen Volleyball, denn in der Saison 2008/2009 spielte er in der Bottroper Partnerstadt Tourcoing für die Mannschaft von Tourcoing-Lille Metrople. Mit dieser wurde Jonathan Winder gleich Vizemeister und erreichte zudem im European Challenge-Cup das Viertelfinale. Und nun ist er aufgrund der guten internationalen Kontakte von Team-Manager Wolfgang Donat in Bottrop angekommen. Am Sylvester-Tag erschien Jonathan Winder erstmals in Bottrop, um allerdings gleich wieder mit RWE-Mittelblocker Alex Stein nach Holland zu reisen und dort Sylvester zu feiern. Am Samstag, den 2. Januar, fand dann ein erstes gemeinsames Training mit der Mannschaft statt, ehe diese mit dem Neuling am vergangenen Montag seinen 24. Geburtstag feierte. Schließlich gilt es den 2,03-Meter-Hünen schnell zu integrieren, damit er für die dringend benötigten Punkte sorgen kann. "Ich bin froh, dass der Verein diesen Neuzugang ermöglichen konnte", strahlt auch Trainer Teun Buijs bei der Vorstellung des Neuzgangs, schließlich erwartet er nun nicht nur einen starken Konkurrenzkampf auf der Position des Zustellers, denn weder Torben Tidick noch Jonas Kronseder werden das Feld kampflos räumen wollen, sondern er hofft auch auf weitere Flexibilität in seinem Team. "Mit dem Wettkampf in der Mannschaft wird sich diese weiterentwickeln und wir hoffentlich die benötigten Punkte für den Klassenerhalt sammeln", blickt der Trainer gewohnt optimistisch in die Zukunft. Für Team-Manager Wolfgang Donat ist es gar ein Glücksfall, einen solchen Spieler verpflichten zu können. "Normalerweise ist ein Spieler aus dem Ausland drei Monate gesperrt, doch aufgrund der Spiele von Jonathan Winder im September/Oktober 2009 für die amerikanische Nationalmannschaft unter anderem in Brasilien, war er frei und da haben wir nun schnell zugeschlagen", hofft der Manager, dass der Amerikaner nun der Bundesliga-Konkurrenz schnell das Fürchten beibringen wird. Zunächst stehen aber Hausaufgaben in Form von zahlreichen Videos für den Bottroper Neuzugang auf dem Plan sowie ein erstes Testspiel gegen SS Barnefeld aus den Niederlanden.
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Na hoffentlich können die vorhandenen Angreifer die Pässe des neuen Hoffnungsträgers auch verwerten. Da hätte das Management eher einen erstligatauglichen Angreifer verpflichten sollen. An dieser Entscheidung werden sich sich die Vereinsverantwortlichen messen lassen müssen.