Ein echter Glücksgriff am Lichtenhorst

Der VfR Ebel (rote Trikots, Spielszene gegen  SG Osterfeld)
Der VfR Ebel (rote Trikots, Spielszene gegen SG Osterfeld)
Foto: WAZ Fotopool
Was wir bereits wissen
Unter der Regie des ehemaligen Oberligaspielers und neuen Spielertrainers entwickelte sich der A-Kreisligist VfR Ebel vom Abstiegskandidaten zum Spitzenteam.

Bottrop..  Nach dem „Beinahe-Abstieg“ im Sommer 2014, verpflichteten die Verantwortlichen am Ebeler Lichtenhorst mit Spielertrainer Sebastian Stempel einen neuen Mann und von ihm wurde Kader nahezu komplett ausgetauscht. Ein echter Glücksgriff. Unter der Regie des ehemaligen Oberligaspielers entwickelte sich der A-Ligist vom Abstiegskandidaten zum Spitzenteam.

Die Ausgangslage

Mit sieben Spielen ohne Niederlage startete der VfR Ebel in die neue Spielzeit und thronte fünf Spieltage lang sogar an der Tabellenspitze. Eine Schwächephase ab Oktober mit nur zehn Punkten aus neun Partien bedeutete schließlich Rang fünf zur Winterpause. Der Rückstand auf Tabellenführer Sterkrade 06/07 beträgt sechs Punkte.

Die Mannschaft

Der neuformierte Kader setzt sich aus vielen Akteuren zusammen, die sich im besten Fußballeralter befinden und sich auch schon in höheren Spielklassen bewiesen haben. In der Winterpause konnte nun noch einmal aufgerüstet werden. Vom Ligarivalen SC 20 Oberhausen kommt mit Patrick Kemnitz ein torgefährlicher Offensivspieler und auch Marcel Schwulerra, der zuletzt für die Hobbyliga Bottrop kickte, soll im Angriff Akzente setzen.

Die Stärken

Der Trainingseifer stimmt. Auf die obligatorische Winterpause wurde verzichtet. Zwei Mal wöchentlich traf sich die Mannschaft in der Halle, ehe es am 17. Januar wieder auf den Trainingsplatz ging. Spielertrainer Sebastian Stempel lobt ausdrücklich auch die gute Stimmung im Team: „Dieser Teamspirit ist schon beeindruckend. Damit wollen wir weiter für Furore sorgen.“

Die Schwächen

Die Punktverluste gegen die Spitzenteams aus Buschhausen und den drei Sterkrader Vertretern verdeutlichten, dass für den Sprung nach ganz oben noch etwas fehlt. Doch der derzeitige Sechs-Punkte-Rückstand zur Spitze lässt sich vor allem durch die 0:1-Niederlagen gegen die Kellerkinder Barisspor und Holten erklären. Gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Abstiegskandidaten offenbarte sich beim VfR Ebel auch ein Einstellungsproblem. Hinzu kommt eine vergleichsweise geringe Chancenverwertung. Mit 39 erzielten Toren liegen die Ebeler deutlich hinter der Konkurrenz.

Das sagt der Trainer

„Unter dem Strich bin ich zufrieden. Schließlich hat sich hier eine komplett neue Mannschaft zusammengefunden. Es hat sich aber gezeigt, dass wir mit den Favoriten der Liga noch nicht mithalten konnten“, sagt Stempel. „Ich gehe davon aus, dass sich Sterkrade 06/07 und der FC Sterkrade 72 die Aufstiegsplätze sichern. Wir wollen noch das eine oder andere Spitzenteam ärgern.“

Die Prognose

Das Team vom Lichtenhorst wird auch in der Rückrunde eine gute Rolle spielen, doch zum ganz großen Coup dürfte es nicht reichen. Zu stark ist die Konkurrenz an der Tabellenspitze. Dennoch, der derzeitige Tabellenplatz ist auch ein realistisches Endziel.