Dummheit schützt vor Strafe nicht

Kinder können grausam sein, heißt es im Volksmund. Stimmt, Kinder und Jugendliche können sogar ebensogroße Vollidioten sein wie Erwachsene. Das A-Juniorenspiel zwischen dem VfB Bottrop und dem SV Rhenania ist das beste Beispiel. Der junge Schiedsrichter wurde von einem VfB-Spieler bedroht und saß am Ende noch lange im Rhenania-Vereinsheim. Weil er Angst hatte, nach Hause zu fahren. Was soll man dazu noch sagen?

Keiner ist so naiv zu glauben, dass die Unparteiischen nur in unterklassigen Erwachsenen-Spielen viel ertragen müssen. Vor zwei Wochen hatten Eltern in Essen den Platz getürmt, weil ein Spiel der E-Junioren vorzeitig beendet wurde. Und das ist nur ein Beispiel, Spielabbrüche sind auch bei den Junioren keine Seltenheit mehr.

Es ist VfB-Trainer Raif Yalcin hoch anzurechnen, dass er die Partie abbrechen ließ. Wer weiß, was sonst noch auf dem Platz passiert wäre. Die Wutausbrüche der VfB-Spieler im Kabinentrakt sind schlimm genug. Bleibt zu hoffen, dass am gestrigen Abend im Jahnstadion nicht nur deutliche Worte fielen, sondern auch Konsequenzen gezogen wurden. Dummheit schützt vor Strafe nicht.

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