Düstere Aussichten für den SV Vonderort

Im vergangenen Jahr war der Platz noch eine Baustelle, nun ist die Seniorenabteilung des SV Vonderort eine noch viel größere.
Im vergangenen Jahr war der Platz noch eine Baustelle, nun ist die Seniorenabteilung des SV Vonderort eine noch viel größere.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Der SV Vonderort ist in die Kreisliga C abgestiegen, es folgte der personelle Aderlass. Nun steht Manager Peter Raabe vor einem Trümmerhaufen.

Bottrop..  Es sieht düster aus beim SV Vonderort. Am vergangenen Sonntag stieg die Herrenmannschaft in die Kreisliga C ab. Nun hat Manager Peter Raabe ein echtes Problem: Für die kommende Saison hat er keine Seniorenmannschaft mehr.

Die Chance war gering und am Ende gab es eine 1:7-Klatsche beim Tabellenführer TB Oberhausen II. Der Abstieg des SV Vonderort aus der Kreisliga B war damit endgültig besiegelt. Trainer Fahrudin Kovac erklärte im Anschluss auch das Ende seines Engagements am Wienberg, der Großteil der Mannschaft wird mit ihm gehen. „Die ersten Pässe habe ich schon an die Spieler ausgehändigt“, sagt Raabe. Damit verschwindet der Traditionsverein sportlich in der Bedeutungslosigkeit. Ein Schicksal, das sich schon länger abgezeichnet hatte. Immerhin war das Eingangstor am Platz in Vonderort in den jüngsten Jahren mit einer Drehtür vergleichbar: Trainer und Spieler wurden immer wieder ausgetauscht, das Team hatte schon lange keine erkennbare Identität mehr. Raabe selbst war einer der Gründe für diese Entwicklung, eckte gerne mit dem „Personal“ an. Doch Vonderorts Manager sieht die Schuld der Misere auch bei der Stadt. „Wir hatten hier einmal 15 Jugend- und zwei Seniorenteams. Dann hat die Stadt den Ascheplatz saniert und wir mussten fast zwei Jahre lang an der Neustraße spielen. Das hat uns ganze Mannschaften gekostet“, sagt der 73-Jährige.

Raabe: „Noch ein Jahr!“

Die Suche nach einem neuen Trainer samt Spieleranhang läuft bisher vergeblich, in Vonderort gibt es derzeit nur ein Bambiniteam, eine F-Jugend und die Alten Herren. Raabe sucht weiter. „Ich werde noch einmal alles versuchen. Wir haben in Vonderort ja auch schon bessere Zeiten erlebt. Es muss weitergehen!“ Allerdings nicht mehr lange unter Peter Raabe. Nach der kommenden „Übergabe-Saison“ will er endgültig aufhören. „Ich habe meine Gesundheit auf diesem Platz gelassen. Irgendwann muss Schluss sein.“