Drei Sportarten der Ruhr Games in Bottrop

Im Jahnstadion messen sich die Leichtathleten bei den Ruhr Games Anfang Juni.
Im Jahnstadion messen sich die Leichtathleten bei den Ruhr Games Anfang Juni.
Foto: honorarfrei (c) RVR
Was wir bereits wissen
Die Premiere des Ruhrolympiade-Nachfolgers rückt näher. Ab dem 3. Juni geht es in Bottrop in der Leichtathletik, im Basketball und beim BMX zur Sache.

Bottrop..  Die Ruhrolympiade ist Vergangenheit, die Ruhr Games sind die Zukunft. Der Städte-Wettkampf der Jugendlichen soll ein „neues, unkonventionelles Sportereignis mit klarem regionalem Bezug sein, an dem Jugendliche aus der Metropole Ruhr und Europa teilnehmen“, werben die Macher für das Großereignis, das vom 3. bis 6. Juni in fünf Städten des Ruhrgebiets Premiere feiern wird. Bottrop ist Ausrichter der Wettkämpfe in der Leichtathletik, Basketball und BMX.

Viel los im Sportpark

Im Mittelpunkt der Wettkämpfe steht eine Mischung aus olympischen Sportarten sowie publikumsstarken Trend- und Actionsportarten. Das Ganze wird eingerahmt von einem Konzert- und Kulturprogramm. Top-Act der kostenlosen Open Air-Abschlussveranstaltung auf dem Welterbe Zollverein in Essen ist Jan Delay. Weitere hochkarätige Show- und Live-Acts sind bei der Auftaktveranstaltung Luxuslärm, die Artisten von Urbanatix sowie ein Auftritt von Maxim.

Insgesamt werden an sechs Standorten in den Städten Essen, Oberhausen, Gelsenkirchen, Bottrop und Gladbeck rund 250.000 Teilnehmer und Besucher erwartet. In 16 Sportarten treten mehr als 5000 Jugendliche gegen- und vor allem miteinander an. Für Besucher gilt: Sämtliche Veranstaltungen sind kostenlos.

In Bottrop ist der Sportpark mit dem Jahnstadion der Hauptattraktionsort. Im Stadion finden die Wettbewerbe der Leichtathletik mit Disziplinen wie Sprint- und Hürdenlauf, Hoch- und Weitsprung, Kugelstoßen, Diskus- und Speerwurf statt. Auf dem großen Parkplatz davor werden BMX-Fahrer die „Flatland Competition“ abhalten. Dabei vollführen die Fahrer Tricks auf ihren Rädern, allerdings ohne Rampen oder andere „Hindernisse“ (diese Wettbewerbe steigen in der Essener Zeche Zollverein).

Kultureller Höhepunkt ist der Halt des Jam Trucks, ein Projekt, das es Jugendlichen ermöglicht, eigene Musik zu machen. Graffiti-Aktionen runden das Programm ab. In diversen Hallen in Bottrop finden auch die Basketball-Wettbewerbe mit rund 1000 Sportlern statt.

„Die Ruhr Games bieten jugendlichen Talenten eine große Bühne. Dafür nutzen wir die Sportstätten in der Metropole Ruhr genauso wie die herausragenden Stätten der Industriekultur“, freut sich Karola Geiß-Netthöfel, Direktorin des Regionalverbandes Ruhr (RVR). Der Verband ist zusammen mit dem NRW-Sportministerium Veranstalter der Ruhr Games. Ministerin Ute Schäfer: „Die Ruhr Games werden eine einmalige Mischung aus Sport- und Kulturveranstaltungen sowie Foren und Feiern, die Jugendliche aus ganz Europa hier im Ruhrgebiet zusammenführt.“

Das NRW-Sportministerium unterstützt die Ruhr Games mit 1,5 Millionen Euro. Der RVR und die Ruhr Tourismus GmbH, die das kulturelle Rahmenprogramm organisiert, investieren gemeinsam eine Millionen Euro in das neue Format. Das Gesamtbudget beträgt 2,5 Millionen Euro.

Dennoch gibt es vereinzelt Kritik, dass die traditionelle Ruhrolympiade ersetzt wird durch ein Jugend-Event mit Kultur-Charakter, bei dem der Sport nicht mehr länger im Mittelpunkt steht.