Dostlukspor rüstet sich für die Rückrunde

Für Dostlukspor kam die Winterpause angesichts der jüngsten Probleme womöglich zur rechten Zeit.
Für Dostlukspor kam die Winterpause angesichts der jüngsten Probleme womöglich zur rechten Zeit.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Halbzeit-Check: Bezirksligist Dostlukspor startete verheißungsvoll in die Saison, steckt aber nun im Abstiegskampf. Personelle Veränderungen sollen helfen.

Bottrop..  Zwei Spieltage vor dem Ende der Hinrunde stellte Milan Lazic sein Amt zur Verfügung. Erst im Sommer hatte der Trainer seine Arbeit an der Beckstraße aufgenommen, die Verantwortlichen von Dostlukspor hatten sich von dem erfahrenen Übungsleiter versprochen, dass er aus den jungen, talentierten Spielern eine Bezirksligamannschaft formt, die mit dem Abstieg nichts zu tun hat. Nun stehen Orhan Bayat und Tacettin Senyüz in der sportlichen Verantwortung. Ihre Mission: Klassenerhalt!

Die Ausgangslage

Durch einen Sieg im letzten Hinrundenspiel und das annullierte Kettwig-Spiel landete Dostlukspor auf einem Nichtabstiegsplatz – allerdings mit nur zwei Punkten Vorsprung auf die unmittelbaren Verfolger Schonnebeck II und SV Rhenania. Durch die zahlreichen Gegentore hat das punktgleiche Frintrop die Nase um einen Tabellenplatz vorne. Doch für das Trainerduo ist das Glas halb voll: Von Rang acht sind die Bottroper ebenfalls nur zwei Zähler entfernt.

Die Mannschaft

22 Jahre betrug das Durchschnittsalter des Teams zu Beginn der dritten Bezirksligasaison, trotzdem machte sich der Verein um den Klassenerhalt keine Sorgen. Zwar hatten neun Akteure den Klub verlassen, doch die Leistungsträger Samet Güldü, Adem Güngör, Deniz Sirin, Sebastian Murasch und Georges Nassar blieben treu, auch die Zugänge machten Hoffnung. Doch in der zweiten Hälfte der Hinrunde lief einiges nicht mehr rund, diese Situation zwang Dostlukspor zu personellen Maßnahmen: Mehmet, Merdan und Turgut Senyüz sowie Ridvan und Sercan Istek „wechseln“ von der zweiten in die erste Mannschaft. „In dieser Situation müssen alle kompromissbereit sein“,äußerte sich Senyüz. „Das Vereinsinteresse geht vor.“ Der Schock: Eine Knieverletzung von Samet Güldü wurde als Kreuzbandriss diagnostiziert, für ihn ist die Saison wohl beendet.

Die Stärken

Den Vergleich mit den anderen Teams der Bezirksliga braucht Dostlukspor nicht zu scheuen. Auch bei Duellen gegen Teams aus dem oberen Tabellendrittel bewegten sich die Bottroper mit der Konkurrenz auf Augenhöhe, selbst wenn sich dies nicht immer in Punkten auszahlte. Emre Kilic, der von Barisspor kam, erwies sich als Torjäger, erzielte zehn der insgesamt 24 Treffer. Durch die Offensivkräfte aus der Reserve soll der Sturm noch durchschlagskräftiger und abschlussstärker werden.

Die Schwächen

Eigentlich schien Dostlukspor nach den erwarteten Startschwierigkeiten auf einem guten Weg, am zehnten Spieltag belegten die Bottroper noch Rang fünf. Dann begann jedoch die Durststrecke, in der die Mannschaft zu sehr auf ihre spielerischen Stärken vertraute. Fünf Niederlagen in Folge knabberten arg am Selbstbewusstsein. Vor allem die Defensive wurde mit haarsträubenden individuellen Fehlern zur Achillesferse. Der Zugang vom Oberligisten SV Zweckel, Ziya Besevli, soll stabilisieren.

Das sagt der Trainer

„Wir schauen nach vorne und nicht zurück. Wir stehen auf einem Nichtabstiegsplatz und blicken nach oben. Alle Spieler ziehen mit. Ohnehin haben wir viele talentierte Spieler, die nur richtig geführt werden müssen“, sagt Orhan Bayat. „Wenn es gut läuft, spielen alle Zauberfußball. Aber wenn es nicht läuft, stemmen sich zu wenige dagegen. Das muss sich ändern, wir brauchen Disziplin.“

Die Prognose

Die Winterpause kam für Dostlukspor zur rechten Zeit. Sie gibt den neuen Trainern Raum, um aus dem neu zusammengestellten Kader eine Einheit zu formen. Es ist von großem Vorteil, dass Bayat und Senyüz Verein, Spieler und Umfeld gut kennen. Der Konkurrenzkampf wurde belebt, Dostlukspor wird die Klasse halten.