Dostlukspor ist schon früh in Essen gefordert

Dostlukspor Bottrop (rot) darf sich keine weiteren Ausrutscher mehr erlauben.
Dostlukspor Bottrop (rot) darf sich keine weiteren Ausrutscher mehr erlauben.
Foto: Michael Korte
Was wir bereits wissen
Schon um 10.30 Uhr geht Dostlukspor am Sonntag in Essen auf Punktejagd und muss hellwach sein. Der SV Fortuna will letzte Zweifel am Klassenerhalt beseitigen.

Bottrop..  Nach zwei Niederlagen in Folge will der SV Fortuna Bottrop mit einem Sieg auf Rheinbaben das Thema Klassenerhalt abhaken. Dostlukspor hilft in Essen nur ein Sieg weiter. Rhenania hat spielfrei.

SV Fortuna Bottrop – DJK Katernberg 19 (So., 15.15 Uhr): Die Zielsetzung ist klar. Das Selbstvertrauen, diese zu realisieren, ebenso. Marco Hoffmann hat die Aufgabe, die Fitness und Leistungsfähigkeit seiner Spieler einzuschätzen. Neben den verletzungsbedingten Ausfällen von Dennis Leidgebel, Kevin Miszczuk, Christopher Horstmann und Vitali Schreiner gibt es eine „ellenlange Liste“ von mehr oder weniger angeschlagenen Spielern. „Wir müssen im wahrsten Sinne die gesunde Mischung finden“, verrät der Trainer. „Alle spüren die hohe Belastung der Saison. Blessuren sind nicht mehr so schnell auskuriert. Wir versuchen, diese Belastung so gut wie möglich zu dosieren.“

Viel Aufwand erwartet die Fortuna aber auch gegen Katernberg. In der Hinrunde entschied ein Standard in letzter Minute, als die Essener nach einer Ecke das Tor des Spiels erzielten, das Duell. Hoffmann weist aber vielmehr auf den guten Lauf der Gäste in der Rückrunde hin, insbesondere auf die Ergebnisse der beiden vergangenen Spieltage. Einen Punkt holte die DJK gegen die Reserve von Kray, auch der 3:2-Erfolg in Frohnhausen beeindruckt. „Ich denke, wir werden ein hochinteressantes Spiel erleben. Wir müssen uns wieder hochschrauben und dürfen nicht den Fehler machen, in unserer Aufmerksamkeit nachzulassen. Wir können jetzt einen Riesenschritt in dieser Bezirksligasaison machen: Jeder sagt, dass uns eigentlich nichts mehr passieren kann. Mit einem Dreier wollen wir dieses „eigentlich“ aus dem Weg räumen.“

SpVg Schonnebeck II – Dostlukspor Bottrop (So., 10.30 Uhr): Sieben Punkte Rückstand beträgt der Abstand auf den rettenden elften Tabellenplatz, den ausgerechnet der nächste Gegner Dostlukspors hält. Auch wenn Schonnebeck II ein Spiel mehr auf dem Konto hat als die Bottroper, weiß man an der Beckstraße: Es gilt, keine Zeit mehr zu verlieren. „Jedes Spiel, das jetzt noch auf uns zukommt, ist ein Endspiel“, formuliert es Süleyman Olgur. Entsprechend entschlossen will er mit seiner Mannschaft die Begegnung angehen. „Wir werden versuchen, viel Druck auszuüben.“

Noch am 18. Spieltag war die Ausgangslage eine andere. Dostlukspor stand auf dem achten Tabellenplatz, Schonnebeck war nur Vierzehnter. Doch Dostlukspor gelang in der zweiten Hälfte der Meisterschaft bisher erst ein Sieg. Dazu kam der bereits zweite Trainerwechsel der Saison, Neustrukturierung der Mannschaft inklusive. In den vergangenen zwei Wochen nutzte Olgur die spielfreie Zeit zu intensiven Trainingseinheiten.

„Die Spieler haben hervorragend mitgezogen, sind an ihre Grenzen und darüber hinaus gegangen. Sie haben gesagt, dass sie dem Verein helfen wollen und sie verhalten sich auch so“, erkärte der Interimscoach. Vor allem im läuferischen Bereich wurde viel gearbeitet. „Die Spieler sind nun heiß auf die Partie am Sonntag.“ Eine besondere Note verleiht der frühe Anstoß der Begegnung. „Wenn wir da nicht hellwach sind, können wir es vergessen, mit einem guten Ergebnis heimzukehren.“