Die Verspätung tut dem VfL Grafenwald nicht gut

Der VfL Grafenwald (blau) stemmte sich nicht genug gegen siegeshungrige Gelsenkirchener.
Der VfL Grafenwald (blau) stemmte sich nicht genug gegen siegeshungrige Gelsenkirchener.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Schiedsrichter fehlen und der späte Anstoß bekommt den Grafenwäldern gar nicht. Kirchhellen siegt 5:2 bei Horst-Emscher.

Bottrop..  Die westfälischen Kreisliga A-Mannschaften servierten ihren Fans bei den Auswärtsspielen zur Mittagszeit recht unterschiedliche Kost. Der VfB Kirchhellen gewann verdient beim Tabellenvierten, der VfL Grafenwald verlor bei zugegeben unterdurchschnittlichen Bedingungen.

Kreisliga A

Yeg Hassel II – VfL Grafenwald 2:0 (1:0): Der Sonntag begann für den Trainer des VfL Grafenwald mit zwei Krankmeldungen wenig verheißungsvoll. Durch den Ausfall von Nico Haufe und Dominik Ogaza reduzierte sich Sven Koutckys Kader auf gerade mal 13 Spieler. In Gelsenkirchen war zunächst Warten angesagt. Der Schiedsrichter erschien mit fast einer Halbzeitlänge Verspätung. Als die Begegnung angepfiffen wurde, schafften es die Grafenwälder allerdings nicht, auf Wettkampfmodus zu schalten. Die abstiegsbedrohten Hausherren zeigten eine gewisse Entschlossenheit vor dem gegnerischen Tor. Nach einer Ecke nutzten sie Grafenwälder Orientierungslosigkeit (30.), in der 55. Minute einen Ballverlust der Gäste. „Das 2:0 geht in Ordnung, man hat gemerkt, dass es für YEG noch um etwas geht“, meinte Koutcky. „Ein Lob gebührt Marcel Hutsch, der uns vor weiteren Gegentoren bewahrt hat.“

SV Horst-Emscher 08 II – VfB Kirchhellen 2:5 (1:3): „Ein Gegner, der uns liegt“, hatte Christian Gabmaier im Vorfeld der Begegnung erklärt. Diese Auffassung des Kirchhellener Trainers wurde einmal mehr bestätigt. Marcel Glittenberg schoss seine Farben recht früh in Führung (15), doch die Kirchhellener hatten die richtigen Antworten parat. Nach zwei guten Möglichkeiten von Lars Jenke glich Dominik Selm aus (19.). Fabian Mohs setzte Selm nur vier Minuten später beim 2:1 in Szene. Das 3:1 erzielte Daniel Schlak nach einer Ecke (28.). Bendikt Schnieder bediente beim 4:1 uneigennützig Jonas Timm (56.) und Benedikt Risthaus machte das 5:1 perfekt (74.). Das 2:5 (81.) hatte nur statistischen Wert. „Wir haben hochverdient gewonnen, es war unser bestes Spiel in der letzten Zeit“, erklärte Gabmaier zufrieden.

Kreisliga B

BV Rentfort III – TSV Feldhausen 1:5 (1:4): „Es war ein müder Kick“, befand Ralf Reiprich. Der Trainer des TSV Feldhausen sah eine verdiente Niederlage seines Teams gegen clever agierende Gastgeber. „Sie wollten als Aufsteiger ihre gute Platzierung verteidigen, das war zu spüren.“

Firtinaspor Gelsenkirchen II – VfB Kirchhellen II 0:4 (0:2): „Ein ordentliches Spiel meiner Mannschaft. Firtinispor war jetzt nicht der schwerste Gegner“, machte Rolf Krause nicht viele Worte zum souveränen Sieg, bei dem Gianluca Vittori (2), Marcel Voßbeck und Martin Schafeld trafen.

VfL Grafenwald II – Arminia Hassel 3:4 (2:1): Beim Stande von 3:1 (Torschützen: Björn Bergmann, Jens Nutt, Sven Stöver) beleidigte Stöver seinen Gegenspieler und sah die Rote Karte. „Berechtigt“, meinte sein Trainer Michael Zolna. Anschließend verlor Grafenwalds Zweite ihre Souveränität, der Schiedsrichter den Überblick und Hassel drehte das Spiel.