Die erste Verstärkung für die Judoka des JC 66 Bottrop

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Was wir bereits wissen
Mitte April stehen die Judoka des JC 66 wieder auf der Matte in der 2. Bundesliga. Niklas Luckai ist neu im Team, er soll in der 60kg-Klasse antreten.

Bottrop..  Mitte April stehen die Judoka des JC 66 wieder auf der Matte. Nach dem Abstieg nicht im deutschen Oberhaus, sondern in der 2. Bundesliga. Trotzdem wird sich im Kader noch etwas tun. Niklas Luckai ist neu im Team, er soll in der 60kg-Klasse antreten. Die war im vergangenen Jahr wegen diverser Ausfälle die Achillesferse der 66er. „Niklas ist ein Kämpfer, der uns weiterhelfen kann. Er passt gut ins Team und hat sich auch für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert“, sagt JC-Manager Volker Tapper.

Die DM steigt am Wochenende in Bonn, neben dem neuesten Mitglied der Piraten sind auch Eigengewächs Hamsat Isaev und Schwergewicht Tobias Panke aus dem Bundesligateam am Start.

Die Schlagzeilen dominiert derweil aber ein ganz anderes Ereignis. Gestern vermeldete das deutsche Judo-Aushängeschild TSV Abensberg, dass es sich aus der Bundesliga zurückzieht. „Ich war erst überrascht von der Entwicklung, habe sie dann aber akzeptiert“, erklärte Peter Frese, Präsident des Deutschen Judo-Bundes. Aber warum? Weil die deutsche Eliteliga wenig interessant sei, argumentierte TSV-Abteilungsleiter Otto Kneitinger. Abensberg wurde in den vergangenen 22 Jahren 20 Mal Meister. Und weil der Qualifikationsstress der Judoka auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro zu groß sei. Denn die Bayern haben zahlreiche Olympiahoffnungen unter Vertrag, verpflichten ohnehin seit Jahren die Crème de la Crème’ des Judosports. Eine Art Bayern München des Judo, denen die Bundesliga mittlerweile zu belanglos erscheint. Eine fatale Entwicklung. Der JC versuchte im vergangenen Jahr noch den gegenteiligen Weg, setzte auf den eigenen Nachwuchs und zelebrierte die Bundesliga als Zuschauerereignis für die ganze Familie.