Die Bottroper Tabellenletzten – wer hat es geschafft?

Die Kreisklassen-Handballer von Adler 07
Die Kreisklassen-Handballer von Adler 07
Foto: Labus / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Saison ist vorbei und nun lohnt sich ein Blick auf die Teams aus der WAZ-Artikelserie „Rote Laterne“. Wer hat sich am Ende gerettet, wer ist abgestiegen?

Bottrop.. Sie waren Letzter. Abgeschlagen im Tabellenkeller. In der WAZ-Serie „Rote Laterne“ berichteten Bottroper Mannschaften von ihrem, Schicksal und den Gründen für die sportliche Schwächephase. Die Saison ist nun beendet. Wie erging es den Teams und wer hat es geschafft, die „Rote Laterne“ abzugeben?

Sportfreunde 08/21 II

Status: Abstieg
Tabellenplatz: 15
Die Reserve des Fußball-B-Kreisligisten hatte schon schwere Startbedingungen. Nach der Fusion der beiden Traditionsvereine Vorwärts 08 und Viktoria 21 gab es nach internen Unstimmigkeiten samt Spielerabwanderungen plötzlich nur noch zwei statt drei Teams an der Paßstraße. Nach kurzer Überlegung wurde die C-Liga-Mannschaft von Trainer Dieter Stauvermann (ehemals Viktoria II) um eine Spielklasse befördert. Immerhin: Nach dem Erscheinen des WAZ-Artikels freute sich Stauvermann über neue Spieler und den ersten Sieg. Am Ende sollte es aber doch nicht reichen, mit fünf Punkten und einem Torverhältnis von 21:155 geht es nun in der Kreisliga C weiter.

SV Rhenania

Status: Relegation erreicht
Tabellenplatz: 9
Die C-Junioren des SV Rhenania waren das höchstspielende Fußball-Jugendteam der Stadt. Als Niederrheinligist hatten die Rhenanen es allerdings mit den Großen aus der Umgebung zu tun: Rot-Weiß Oberhausen, Schwarz-Weiß Essen und Hamborn 07 beispielsweise. Das Problem im Jugendfußball: Die erfolgreiche Aufstiegsmannschaft tritt in der neuen Liga meist gar nicht mehr an, weil viele Spieler eine Altersklasse höher rücken. So stand Rhenania mit einem völlig neuformierten Team den schon allein körperlich meist überlegenen Gegnern gegenüber. Trainer Jochen Pfeifer musste in der Winterpause schließlich den Hut nehmen, Kai Wenderdel übernahm und am Ende hatten die Rhenanen fünf Siege und drei Unentschieden auf dem Konto – der direkte Abstieg wurde verhindert. Um der Relegation zu entgehen, hätten sie allerdings unter die ersten Vier kommen müssen.

DJK Adler 07 III

Status: Klassenerhalt
Tabellenplatz: 8
Um den Klassenerhalt mussten die Handballer von Adler 07 eigentlich nie bangen – tiefer als Kreisklasse geht nicht. Dennoch war der mehrfache Ligameister der Vorjahre nie so arg in Bedrängnis geraten wie in der Hinrunde, als die Adler-Drittvertretung mehrere Wochen lang das Tabellenende zierte. Die Stimmung war allerdings schon damals entspannt. Die Mischung aus erfahrenen Haudegen und Nachwuchsspielern wusste, dass die Siege kommen, wenn die personelle Schieflage erst einmal ein Ende hat. So kam es auch, am Ende holten die Adler vier Siege und ein Unentschieden, was den einigermaßen versöhnlichen achten Platz brachte.

VfB Bottrop

Status: Klassenerhalt
Tabellenplatz: 9
Die A-Jugend-Fußballer des VfB Bottrop waren schon als C-Junioren das Sorgenkind des Vereins. Gegen Ende der Hinrunde bekamen sie mit Dieter Büth den fünften Trainer in fünf Jahren, in den vergangenen drei Spielzeiten kannte das Team nichts anderes als Abstiegskampf. Büth wollte in der Winterpause vor allem bei der Kondition und beim Selbstvertrauen seiner Spieler ansetzen, stand dann allerdings nie an der Seitenlinie, weil er lieber in der Kreisliga C eine der Hobbyligamannschaften trainierte. Jugendleiter Raif Yalcin machte selbst weiter und führte den Nachwuchs mit fünf Siegen und einem Remis noch zum Klassenerhalt. Yalcin: „Ein riesiges Kompliment an die Jungs. In der Rückrunde haben sie alles gegeben und damit den nachrückenden B-Junioren die Leistungsklasse erhalten. Das war wichtig für den VfB!“

Batenbrocker RK

Status: Teamrückzug, Abstieg
Tabellenplatz: 14
Der langjährige Frauen-Landesligist bangte auch schon in den Vorjahren um den Klassenerhalt. Am Ende ging es für die Batenbrocker Fußballfrauen immer gut aus. Diesmal nicht. Aus dem Tabellenkeller konnte sich das Team von Trainer Stefan Schulz nie befreien. Auch, weil es personell nie rund lief. Durch Verletzungen und Krankheiten brachten die Batenbrocker nie mehr als eine Notelf auf den Rasen, manchmal waren selbst verletzte Spielerinnen am Ball. Sechs Spieltage vor dem Meisterschaftsende zogen die Kicker schließlich den Stecker und wollen kommende Saison in der Bezirksliga wieder angreifen.

BC 89

Status: Abstieg
Tabellenplatz: 8
Als Tabellenzweiter war das Badminton-Team des BC 89 aufgestiegen. Die Freude war groß, nach fast einem Jahrzehnt war der BC 89 wieder Landesligist. Die Bottroper kämpften und ackerten in den Spielen und im Training, schonten weder sich noch ihr Sportgerät. Familiäre Veränderungen, Verletzungen und Erkrankungen hatten das Team nach dem Aufstieg allerdings etwas verändert. Am Ende reichte es lediglich zu einem einzigen Unentschieden und als Tabellenschlusslicht ging es zurück in die Bezirksliga.

Die Ligakönige

Ein Teil der Serie beschäftigte sich mit vier „Spiegelbildern“, also Tabellenführern aus Bottrop. Badminton-Oberligist Bottroper BG stieg am Ende in die Regionalliga auf. Die Volleyball-Herren des VC 90 spielten ebenfalls stark und freuen sich auf die Oberliga. Der Tischtennis-Landesligist TTC 47 gab sich überhaupt keine Blöße und schlägt künftig in der Verbandsliga auf. Ebenfalls ungeschlagen blieben Rhenanias A-Jugend-Fußballer in der Leistungsklasse, die derzeit erfolgreich in der Relegation um den Aufstieg in die Niederrheinliga stehen.