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Olympia 2012

Dex Elmont verpasst Medaille in London

03.08.2012 | 12:57 Uhr
Dex Elmont verpasst Medaille in London
Dex Elmont (oben) auf den olympischen Matten in London. Hier ist er noch obenauf, letztlich gab es für ihn aber keine Medaille.

Bottrop  Vier Judoka des JC 66 auf den olympischen Matten. Zwei fünfte Plätze sorgen für entspannte Mienen.

. Mit vier Kämpfern aus seinen Bundesligakadern war der JC 66 Bottrop bei den Olympischen Spielen in London vertreten. Medaillen sprangen für Elio Verde (Italien), Dex Elmont (Niederlande), Antonio Ciano (Italien) und Elena Moretti (Italien) dabei nicht heraus. Aber immerhin zwei Halbfinalteilnahmen und am Ende fünfte Plätze. Das Quartett überstand geschlossen die erste Runde, danach war für Elena Moretti Schluss.

Eine besonders starke Vorstellung auf den olympischen Matten lieferte der Italiener Antonio Ciano (-81 kg), der allerdings früh auf einen übermächtigen Gegner traf. Nämlich auf den Deutschen Ole Bischof, den späteren Silbermedaillengewinner. „Darüber braucht sich Antonio nicht zu grämen“, kommentierte JC-Teammanager Volker Tapper das Geschehen. „Gegen Bischof darf man ruhig verlieren.“

Immerhin bis ins Halbfinale kämpfte sich Elio Verde in der Klasse -60 kg. Aber dann wurden für den Italiener die Aufgaben zu mächtig. Er verlor mit Ippon und landete am Ende auf dem fünften Rang, womit er gegen diese Konkurrenz zufrieden sein durfte. Olympiasieger wurde der Russe Arsen Galstjan, Silber gewann der Japaner Hiraoka Hiroaki.

Mit großen Hoffnungen und Ambitionen war der Niederländer im Team des JC 66, Daxenos Elmont, in der Klasse -73 kg an den Start gegangen. Aber für den Vizeweltmeister und Kandidaten auf einen Medaillenplatz verlief das olympische Turnier nicht ganz nach Maß. Elmont setzte sich zunächst gegen Emmanuel Nartey aus Ghana durch und in der Runde der letzten 32 Fred Yannik Uwase aus Ruanda.

Damit stand Elmont im Viertelfinale, wo zunächst alles nach Plan lief. Denn der JC-Mann setzte sich auch gegen den Franzosen Ugo Legrand durch, der später allerdings Bronze gewann. Dann verlor er allerdings gegen den Japaner Riki Nakaya im Halbfinale, und dies in einem äußerst dramatischem Kampf. Denn hier ging es in die Verlängerung, die aber noch keine Entscheidung brachte. Elmont verlor letztlich durch Kampfrichterentscheid, was gerade in einem olympischen Kampf eine ganz bittere Pille ist.

Im Finale bezwang der Russe Mansur Isaev den Japaner Nakaya. Für Dex Elmont blieb der fünfte Platz, womit er nicht ganz zufrieden gewesen sein dürfte.

„Das kann ich mir gut vorstellen“, glaubt auch Volker Tapper. „Dex ist immerhin als Vizeweltmeister angetreten und hatte sich eine Medaille ausgemalt. Er wird sicherlich unglücklich sein und mit diesem Abschneiden hadern. Aber man kann es sich nicht immer aussuchen. Es war ein olympischer Wettbewerb, bei dem er am Ende per Kampfrichterentscheid ausgeschieden ist. Saftige Niederlagen sehen anders aus. Dex wird das verkraften.“

Was der Niederländer sicherlich bei den nächsten Bundesligakämpfen des JC 66 bestätigen wird.

Von Klaus Offergeld

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