Derbysieg sichert SV Fortuna Bottrop die Klasse

Vergeblich gestreckt: Dostlukspor konnte an der Überlegenheit der Fortuna um Dominik Licata (r.) nicht entscheidend rütteln.
Vergeblich gestreckt: Dostlukspor konnte an der Überlegenheit der Fortuna um Dominik Licata (r.) nicht entscheidend rütteln.
Foto: Labus / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Fortuna Bottrop kann das Bezirksliga-Duell beim Ortsrivalen Dostlukspor als klare Angelegenheit für sich entscheiden. Das Rheinbabenteam siegte mit 7:1.

Bottrop..  Fortuna Bottrop kann das Duell beim Ortsrivalen Dostlukspor als klare Angelegenheit für sich entscheiden. Das Rheinbabenteam siegte mit 7:1.


Dostlukspor Bottrop - SV Fortuna Bottrop 1:7 (1:3). Das Derby an sich war für beide Seiten ungewöhnlich schnell abgehakt. Auf Fortunas Ersatzbank blickte man schon vor dem Abpfiff mindestens ebenso oft auf die Smartphone-Apps wie auf das Spielgeschehen auf dem Rasen. Nach der Niederlage der DJK Adler Union Essen-Frintrop in Haarzopf hat die Mannschaft von Marco Hoffmann und Sascha Wisniowski bei vier ausstehenden Spielen bzw. Spieltagen 12 Punkte Vorsprung und ein um 51 Treffer besseres Torverhältnis.

Auf Rheinbaben wird auch in der kommenden Saison Bezirksligafußball gespielt, da wundert es nicht, dass der Sieg beim Rivalen fast zur Nebensache verkam. Auch auf Seiten der Gastgeber gab es zum 1:7 wenig Worte.

Stattdessen wehrte sich Dostlukspor-Trainer Süleyman Olgur gegen Stimmen und Meinungen, die ihn als Urheber für die aktuelle Misere verantwortlich machen. „Ich muss mir immer wieder nachsagen lassen, ich hätte die Spieler, die diese Mannschaft verlassen haben, weggejagt“, erklärte der Coach. „Ich habe vor fünf Wochen vor der gesamten Mannschaft gestanden und gesagt, dass ich mit den Spielern arbeiten will und werde, die bereit sind, mitzuziehen. Wer das nicht wollte, für den standen die Türen offen, um zu gehen.“

Im Spiel gegen die Fortuna hatte Olgur wie in den letzten Wochen nur wenig Alternativen zur Verfügung. Nach neun Minuten ersetzte er selbst den verletzten Tolgahan Güngör; Hasan Harputlu und Hamza Yüzlü, die zuvor in der Reserve gespielt hatten, kamen in der zweiten Halbzeit zum Einsatz. Dostlukspor wehrte sich tapfer, gefährden konnten sie den Sieg der Fortunen nicht. Die hätten das Ergebnis höher stellen können, trafen aber mehrfach die falschen Entscheidungen. „Ein Abbild unserer momentanen Verfassung“, meinte Sascha Wisniowski, der für den beruflich verhinderten Marco Hoffman die Verantwortung an der Linie trug. „Ich muss sagen, ich bin erleichtert, dass wir damit endlich den Klassenerhalt geschafft haben.“

TuS Essen-West - SV Rhenania Bottrop 4:1 (2:1). Rhenanias junge Mannschaft ließ sich weder von dummen Sprüchen vor dem Spiel noch von dem frühen Rückschlag in Form eines Elfmetertreffers nach 90 Sekunden nicht beeindrucken. Felix Nizeyimana erzielte den Ausgleich für die Gäste, sogar eine Führung war im Bereich des Möglichen. Essens Torwart parierte einen Freistoß von Kevin Wenderdel, inklusive Nachschuss, auch beim platzierten Torschuss von Kevin Dämmer war der Keeper zur Stelle. Cleverer die Hausherren, die einen Fehler der Rhenanen im Spielaufbau zum 2:1 nutzten. Die beste Chance in der zweiten Halbzeit hatte die Rhenania mit einem Lattentreffer, in der Schlussphase machte West seinen Sieg perfekt. „Ich bin superstolz auf die Jungs, auch der gegnerische Trainer hat uns zu der Leistung beglückwünscht“, meinte SVR-Coach Kai Wenderdel voller Anerkennung.