Der VfB verabschiedet sich aus der Landesliga

Amrulah Bayhoca (weißes Trikot) und der VfB Bottrop verabschiedeten sich mit einer Niederlage in Hattingen aus der Landesliga.
Amrulah Bayhoca (weißes Trikot) und der VfB Bottrop verabschiedeten sich mit einer Niederlage in Hattingen aus der Landesliga.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Was wir bereits wissen
Nun ist es endgültig so weit: Der VfB Bottrop verlor sein letztes Saisonspiel bei den Sportfreunden Niederwenigern, das Kapitel Landesliga schließt sich vorerst.

Bottrop..  Es war der letzte Aufgalopp des VfB Bottrop in der Landesliga. Die Schwarz-Weißen werden in der kommenden Saison durch den frühzeitig besiegelten Abstieg in der Bezirksliga auf Punktejagd gehen. Doch wollte sich die Elf von VfB-Trainer Mevlüt Ata mit einem positiven Erlebnis aus der sechsthöchsten Spielklasse verabschieden.

Die ersten 45 Spielminuten der Partie bei den Sportfreunden Niederwenigern ließen aber ein Desaster befürchten. Denn in der ersten Halbzeit fand ein Spiel der Gäste aus Bottrop bis auf passable Anfangsminuten praktisch nicht statt. Dafür überrannten die Gastgeber den VfB mit ihrem Offensivspiel und kreierten etliche Torchancen. Einzig Keeper Marco Rinski sorgte mit etlichen, eigentlich unhaltbaren Paraden dafür, dass die Bottroper zur Halbzeit „nur“ mit 0:3 hinten lagen. „Die erste Halbzeit darf uns in dieser Form niemals passieren“, fand Ata klare Worte für den Auftritt seines Teams, „wir haben uns unserem Gegner praktisch ergeben und das Spiel hergeschenkt.“

Den Torreigen eröffneten die Hausherren nach 17 Minuten per Elfmeter, neben zwei weiteren Toren (28., 42.) verzeichneten die Sportfreunde einige Aluminiumtreffer. „Hätten wir Marco nicht gehabt, wäre es für uns ganz böse gekommen.“ Zur Halbzeit schienen die Gastgeber, die den Relegationsplatz unbedingt noch verlassen wollten, gerettet. 300 Zuschauer und eine lautstarke Fangruppierung verpassten dem aus Hattinger Sicht so wichtigen Spiel einen angemessenen Rahmen.

Immerhin gelang es der Ata-Elf, das Spiel von Niederwenigern in der zweiten Halbzeit weitestgehend zu unterbinden. Doch eigene Torchancen waren weiterhin praktisch nicht vorhanden. Symptomatisch schenkten die im Abschluss grob fahrlässigen Hausherren dem VfB in der 77. Minute den Anschlusstreffer her, als der Ball völlig unbedrängt genau in die Füße von Ramadan Ibrahim gespielt wurde, der für die Bottroper auf 1:3 verkürzte.

Plötzlich kam noch einmal Spannung auf und die Ata-Elf witterte Morgenluft, auch da sich die Gastgeber nur noch auf ihre Defensivarbeit konzentrierten. Zu nennenswerten Szenen reichte es aber nicht mehr, der VfB verabschiedet sich mit einer Niederlage aus der Landesliga. Doch auch den Sportfreunden war nicht nach feiern zu Mute: Sie müssen trotz des Sieges in die Abstiegsrelegation.

Nach der Partie plärrte der Unheilig-Song „Zeit zu gehen“ aus den Boxen. Ob die Gastgeber davon betroffen sein werden, wird erst noch entschieden. Für den VfB ist die Zeit aber endgültig gekommen.