Der VfB Bottrop triumphiert erneut beim Weber-Pokal

Halbfinale zwischen dem VfL Grafenwald (grün) und VfR Ebel (blau).
Halbfinale zwischen dem VfL Grafenwald (grün) und VfR Ebel (blau).
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Was wir bereits wissen
Im Finale gegen den VfR Ebel setzt sich der Titelverteidiger im Neunmeter-Schießen durch. Auch die Semifinals waren spannende.

Bottrop..  „Wenn man den Pokal hat, ist es auch verdient“, erklärte Mevlüt Ata nach dem Finalerfolg gegen den VfR Ebel. „Wir waren in den Finalspielen die bessere Mannschaft, aber unsere jungen Spieler haben es durch unnötige Fehler immer wieder spannend gemacht.“ Da war es wieder: „Spannend“ war das Qualitätsmerkmal, das die 40. Auflage des Jürgen-Weber-Gedächtnispokals am häufigsten erhielt.

Daran änderte auch die Tatsache nichts, dass am Ende wieder einmal die Spieler des VfB Bottrop die Trophäe in die Höhe streckten. Der Weg zum Sieg war keineswegs klar vorgezeichnet. In der Endrunde musste der VfB zwei Neunmeter-Schießen überstehen.

Um die Belohnung gebracht

Vor allem das Halbfinale gegen den SV Fortuna sorgte für Diskussionsstoff. Tore fielen weder in der regulären Spielzeit, noch in der fünfminütigen Verlängerung. Die Schiedsrichter Jörg Salzsiedler und Frank Breil baten zum Neunmeter-Schießen. Beim Stande von 2:1 für Fortuna, Felix Schürmann hatte zwei VfB-Schüsse in Folge pariert, ging der nächste Schuss der Fortunen an die Latte und prallte auf den Hallenboden. Als Salzsiedler mit ausgestreckten Armen „kein Tor“ anzeigte, löste dies lautstarke Proteste dies- und jenseits der Bande in der Dieter-Renz-Halle aus. Der VfB bewahrte Ruhe und gewann das Duell schließlich mit 4:3.

Dass die nächste strittige Entscheidung zu ihren Gunsten ausging, konnte die Fortuna nicht trösten, zumal sich der VfL Grafenwald davon unbeeindruckt im Neun-Meter-Schießen um Platz drei durchsetzte. VfL-Trainer Sven Koutcky freute sich über den nicht eingeplanten Erfolg: „Wir sind keine ausgesprochene Hallenmannschaft, deshalb freut mich, was das Team an den zwei Tagen gezeigt hat.“ Fortunas Marco Hoffmann war weniger glücklich mit dem Turnierausgang. „Das war sehr ordentlich, was wir gespielt haben. Da tut es mir besonders leid, dass die Spieler so um die Belohnung gebracht werden.“

Im Endspiel forderte der VfR Ebel den zwei Ligen höher spielenden VfB heraus. Dessen Favoritenstatus hatten die Spieler vom Lichtenhorst bereits in den Gruppenspielen erfolgreich abgebaut (2:2). Die VfB-Führung durch Kevin Wagener egalisierte David Molitor, in der Verlängerung erzielte Kevin Dziuron sogar die Führung für den VfR. Amrullah Bayhoca erzwang schließlich das Neunmeter-Schießen. Acht Schüsse gingen ins Ziel, dann hielt David Gajda und VfB-Routinier Marc Wittstamm erzielte das 7:6.

Bei Ebels Kapitän war der Stolz über die Leistung seines Teams größer als die Enttäuschung über die knappe Niederlage. „Wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert , kämpferisch und läuferisch haben wir überzeugt“, erklärte Mauer.

Das, was ihre Auftritte am 2. Weihnachtstag versprochen hatten, konnten die Teams von Barisspor und Dostlukspor nicht halten, die beide als Gruppenerste in den zweiten Turniertag gestartet waren. Barisspor holte nur noch einen Punkt und Dostlukspor verlor in den Duellen mit Ebel und dem VfB entscheidende Zähler, da nutzten auch 30 erzielte Tore nichts. Auch die Sportfreunde hatten sich nach guter Ausgangssituation mehr versprochen.

Zufriedene Sportfreunde

Die Verantwortlichen von 08/21 zogen nichtsdestotrotz ein positives Fazit. Die Premiere des neu formierten Vereins wurde zu einer gelungenen Teamarbeit. „Wir hatten wieder Leute dabei, die schon jahrelange Erfahrung mit diesem Turnier haben, aber für viele war es das erste Mal, wie zum Beispiel für Jürgen Siegmund“, meinte der zweite Vorsitzende Bernd Rohling. Siegmund bewies als Hallensprecher Stehvermögen und fasste seine Eindrücke lachend mit einem Wort zusammen: „Anstrengend!“