Der VfB Bottrop setzt auf Nachhaltigkeit

Marco Rinski (rechts) wird mindestens ein weiteres Jahr lang das Tor für den VfB Bottrop hüten.
Marco Rinski (rechts) wird mindestens ein weiteres Jahr lang das Tor für den VfB Bottrop hüten.
Foto: Labus / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Der VfB Bottrop verfügt schon bald über einen Kunstrasenplatz und ein neues Vereinsheim. Hinzu kommen die Zusagen zahlreicher Spieler, weshalb optimistisch in die Zukunft geblickt wird.

Bottrop..  Seit einigen Wochen herrscht auf dem Jahnplatz an der Hans-Böckler-Straße reger Betrieb. Der alte Ascheplatz wurde abgetragen, schon bald verfügt der im Jahnstadion beheimatete VfB Bottrop über einen Kunstrasenplatz. Und auch Richtung Rasenplatz wird sich in Kürze etwas tun, wenn der alte Verkaufscontainer durch ein Jugendvereinsheim ersetzt wird. Der Fußball-Landesligist erstrahlt dann optisch in neuem Glanz, die sportliche Leistung indes ist durchaus ausbaufähig.

Der Klub scheint die Zeichen der Zeit allmählich erkannt zu haben, die Juniorenabteilung des Vereins befindet sich im Wachstum. Zwar hängt der Ligaverbleib der A-Jugend als ältester Nachwuchs am seidenen Faden – in der Leistungsklasse belegt sie derzeit bei einem Absteiger den vorletzten Platz – doch kann die Talentschmiede der Schwarz-Weißen schon bald auf rosigere Zeiten hoffen. „Der Kunstrasenplatz wird automatisch neue Spieler anziehen“, weiß VfB-Trainer Mevlüt Ata, „sowohl im Senioren- als auch im Jugendbereich. Vor allem letzterer spielt in der heutigen Zeit eine immer wichtigere Rolle, wir sind auf unseren Nachwuchs langfristig angewiesen.“ Teure Transfers können sich die Bottroper selbst als ranghöchster Verein der Stadt nicht leisten. „Wir sprechen junge, hungrige Spieler an. Regionalligaspieler zum VfB zu locken, das ist in der aktuellen finanziellen Situation nicht möglich.“ Ein möglichst erfolgreicher eigener Nachwuchs ist somit das Ziel. Vereine wie der SV Rhenania oder Arminia Klosterhardt, deren Junioren zu den Topteams des Kreises zählen, haben es vorgemacht.

Zusagen sorgen für Optimismus

Doch nicht nur der Nachwuchs soll künftig in den Fokus rücken, auch die Landesligamannschaft soll mittelfristig weiter stabilisiert werden, um nachhaltig sportlichen Erfolg zu sichern. „Selbstverständlich hoffen wir weiterhin auf den Verbleib in der Landesliga, doch auch ein Abstieg würde für uns keinen Beinbruch bedeuten“, sagt Ata mit Blick auf die Zukunft. Die Planungen zur kommenden Spielzeit sind fortgeschritten, einige Akteure gaben dem Trainer ligaunabhängig ihr Wort für mindestens eine weitere Saison im Dress der Schwarz-Weißen. So auch etablierte Stammkräfte wie Ibrahim Akkaya, Sascha Bartsch oder der zuletzt umworbene Torwart Marco Rinski. „Wir sind unheimlich glücklich, dass wir – anders als in den Jahren zuvor – die Jungs vom Verbleib überzeugen konnten und hoffentlich auch weiterhin können“, freut sich der VfB-Coach über die Zusagen.

In diesem Sommer wird der große personelle Aderlass somit aller Voraussicht nach ausbleiben. Stichwort: Nachhaltigkeit. Denn während Ata und der VfB mit jeder neuen Saison etliche abgewanderte Stammspieler ersetzen mussten, kann das Gerüst der Mannschaft diesmal wohl beisammen gehalten werden. Das weckt Hoffnung beim VfB, der aber noch einen weiten Weg zu bewältigen hat.