Der SV Rhenania kämpft am Abgrund

Mit einem 1:1 trennten sich Dostlukspor und Rhenania (blau) vergangenes Wochenende. Nun ist die Aufwärmphase vorbei, im zweiten Spiel der Rückrunde wollen beide Bottroper Teams siegen.
Mit einem 1:1 trennten sich Dostlukspor und Rhenania (blau) vergangenes Wochenende. Nun ist die Aufwärmphase vorbei, im zweiten Spiel der Rückrunde wollen beide Bottroper Teams siegen.
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Was wir bereits wissen
Der SV Rhenania darf sich bei Schonnebeck II keine Niederlage erlauben. Auch Dostlukspor will im Heimspiel gegen Phönix Essen wichtige Zähler gegen den Abstieg sammeln.

Bottrop..  Mit einem Heimsieg gegen den Sechsten der Bezirksliga will Dostlukspor den Auswärtspunkt aus dem letztwöchigen Derby aufwerten. Für die Rhenania gilt, beim Verfolger keinen Boden zu verlieren. Der SV Fortuna hat an diesem Wochenende spielfrei.

SpVg. Schonnebeck II – Rhenania Bottrop (So., 13 Uhr): Aus den angestrebten drei Punkten im Nachbarschaftsduell wurde nichts, André Schittkos spätes Tor bewahrte die Rhenanen zumindest davor, tiefer in die Problemzone der Liga abzurutschen. „Verlieren verboten!“ heißt es auch gegen die Schonnebecker Reserve, denn die Essener haben nur einen Punkt Rückstand auf die Mannschaft von Oliver Dirr. „Das ist ein enorm wichtiges Spiel“, erklärt Rhenanias Coach mit Nachdruck. „Auch das Spiel gegen Dostlukspor war wichtig, aber jetzt müssen wir uns die Punkte zurückholen, die wir im Derby liegen ließen.“

Dirr wünscht sich Erfolgserlebnisse für seine Offensivkräfte, hofft darauf, gegen den unmittelbaren Verfolger in Führung gehen zu können. „Julian Mali rennt, ackert und macht. Es wäre schön, wenn er sich endlich belohnen könnte. Aber das heißt natürlich nicht, dass die anderen nicht auch treffen dürfen.“

Rhenanias Lazarett lichtet sich allmählich. Dominik Wenderdel, Timo Kleer und Mario Küllmer fallen dagegen weiterhin aus. Dirr bastelt noch an der Aufstellung: „Bei David Hücker und Mike Peryt liegen die Chancen bei 50 Prozent. Sonst sind alle an Bord. Ob Joel Goldberg im Kader sein wird, weiß ich noch nicht, aus beruflichen Gründen konnte er bereits zwei Wochen nicht trainieren.“

Dostlukspor Bottrop – SC Phönix Essen (So., 15 Uhr): Orhan Bayat und Tacettin Senyüz können nahezu aus dem Vollen schöpfen. Aytac Demir ist wegen der Roten Karte aus dem Rhenania-Spiel bis Ostermontag gesperrt; Deniz Sirin fehlt die Fitness. „Alle anderen haben sehr gut trainiert. Allen ist klar, dass wir am Sonntag einen sehr wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen können. Wir wollen die drei Punkte“, erklärt Bayat. Mit einem Sieg würden die Bottroper Werden-Heidhausen, die an diesem Wochenende spielfrei haben, hinter sich lassen.

Senyüz nutzte am vergangenen Sonntag die Gelegenheit, den Gegner zu beobachten. 3:1 gewann Phoenix gegen den SC Frintrop 21, dennoch hält er die bevorstehende Herausforderung für eine „lösbare Aufgabe“. „Phönix hat eine gute Offensive und ist kampfstark, aber die Defensive ist anfällig. Auch spielerisch haben sie mich nicht überzeugt.“ Beim eigenen Team stellte Senyüz in der Offensive aber ebenfalls Verbesserungspotenzial fest. Das mangelhafte Konterspiel in der zweiten Halbzeit des Derbys kostete Dostlukspor möglicherweise den Sieg. „Das müssen wir in Zukunft cleverer machen.“