Der SV Fortuna vertraut auf die eigene Stärke

Der SV Fortuna spielte in der Bezirksliga eine beeindruckende Hinrunde, in der Rückrunde wollen die Rheinbaben an die gute Leistung anknüpfen.
Der SV Fortuna spielte in der Bezirksliga eine beeindruckende Hinrunde, in der Rückrunde wollen die Rheinbaben an die gute Leistung anknüpfen.
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Was wir bereits wissen
In ihrem zweiten Bezirksligajahr ist die Mannschaft des SV Fortuna der beste Bottroper Vertreter in der Gruppe fünf. Der eigene Nachwuchs bildet ein solides Fundament.

Bottrop..  In ihrem zweiten Bezirksligajahr stellt die Mannschaft des SV Fortuna den besten Bottroper Vertreter in der Gruppe fünf. Nach der Kreisliga A-Meisterschaft 2013 konnten die Fortunen schon zahlreiche Erfolge in der Bezirksliga feiern, doch zur Routine werden diese Siege auf Rheinbaben nicht. „Der Aufwand, den wir betreiben, ist enorm hoch, und es ist für uns nicht selbstverständlich, was die Spieler Woche für Woche investieren“, betont Trainer Marco Hoffmann stets.

Die Ausgangslage

Die Mannschaft ist auf dem besten Weg, ihre Vorjahresplatzierung zu verbessern. 26 Punkte konnten die Fortunen bereits sammeln, die drei Punkte aus dem Kettwig-Spiel sind ihnen abgezogen worden. Das bedeutet nach der Hinrunde Platz fünf mit elf Punkten Vorsprung auf Rang zwölf. Der Abstand zu den Abstiegsrängen ist recht komfortabel, die Nähe zu den Top drei reizvoll: Der Dritte, Kray II, liegt gerade mal einen Sieg entfernt. Mit nur 17 Gegentreffern stellt die Fortuna die zweitbeste Defensive, zu Hause ist sie noch ungeschlagen.

Die Mannschaft

Seit einigen Jahren schon gelingt es den Rheinbaben, ihren Kader, der fast ausschließlich aus Spielern der eigenen Jugend stammt, zusammen zu halten. Lediglich Auslandsstudent Matthias Beckfeld steht in der Meisterschaft aktuell nicht zur Verfügung. Noch immer sind die Fortunen ein junges Team, gemeinsam haben die Spieler gerade in den letzten drei Jahren aber etliche Erfahrungen gesammelt und sich weiterentwickelt. Neuzugänge, ob aus der eigenen Jugend oder aus anderen Vereinen, wurden problemlos integriert. In der laufenden Saison wechselte Constantinos Pommer vom SV Rhenania zur Fortuna, im Winter kamen Chris Isaias und Mark Skowronek nach Rheinbaben – personell sieht es sehr gut aus.

Stärken

„Siehe oben“ könnte man an dieser Stelle anmerken. Als eingespieltes Team, das seine Schwachpunkte während der Rückrunde der ersten Bezirksligasaison erfolgreich in den Griff bekommen hat, ging die Fortuna in die neue Spielzeit. Sorgen, in der „Essener Gruppe“ nicht klarzukommen, waren schnell kein Thema mehr. Verletzungen, beruflich bedingte Ausfälle – das Trainer- und Betreuerteam um Marco Hoffmann schaffte es, diese mit dem „in der Breite qualitativ ausgezeichneten Kader“ nahezu unbemerkt aufzufangen. Die Spieler ziehen ungeachtet der hohen Ansprüche, welche die Trainer an sie stellen, mit viel Engagement mit. „Die Spieler wissen, dass wir sie in ihrer Entwicklung weiterbringen wollen“, so Hoffmann.

Schwächen

Zweiter in der Heimstatistik, in der Auswärtstabelle allerdings auf einem Abstiegsplatz – die Bilanz auf fremden Plätzen fällt mager aus. In Schonnebeck holten die Fortunen den einzigen Auswärtsdreier, nach der Partie stellte der Coach fest: „Wir haben die Begegnung zu einem Heimspiel für uns gemacht.“ Mit mehr Mut und Entschlossenheit will die Fortuna ihre Reisen im Jahr 2015 antreten. Hoffmann weist aber auf den schwierigen Rückrundenauftakt hin: „Durch den Rückzug von Kettwig sind drei der ersten vier Partien sehr schwere Auswärtsspiele.“

Das sagt der Trainer

„Wir müssen die Aufmerksamkeit hoch halten und weiterhin in jedem Spiel an unsere Grenzen gehen. Elf Punkte auf die Abstiegszone bedeuten zwar ein schönes Polster, aber wir werden weiter daran arbeiten, den Klassenerhalt schnellstmöglich unter Dach und Fach zu bringen. In der vergangenen Saison haben wir eine fantastische Rückrunde gespielt, daran wollen wir die Jungs erinnern. Die Topteams haben personell nachgelegt, da muss man abwarten, ob es bei denen von Beginn an reibungslos läuft. Diese Probleme haben wir nicht.“

Die Prognose

Bleiben sie mit den Beinen auf dem Boden, werden die Fortunen mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Platz drei ist nicht nur in Reichweite, sondern auch machbar. Sollten Skowronek und Isaias spielberichtigt sein und die Hoffnungsträger aus der eigenen Jugend ihr Potenzial abrufen, bleibt die Fortuna trotz einiger Sorgenkinder, die sich noch mit Verletzungen plagen oder im Aufbautraining befinden, auch in der Breite gut aufgestellt.


Der Vorbereitungsplan

Der Testspiel-Plan des SV Fortuna in der Übersicht:

18. Januar: Barisspor (H)
25. Januar: Concordia Oberhausen (A)
29. Januar: Arminia Klosterhardt II (H)
1. Februar: SSV Rotthausen (H)
8. Februar: Erler SV 08 (A)
10. Februar: SSV Buer (A)
15. Februar: VfL Grafenwald (H)
1. März: VfB Bottrop (A)

Rückrundenauftakt:
22. Februar: Werden-Heidhausen (A)