Der neue Rhenania-Vorstand auf dem Prüfstand

Der neue Vorstand des SV Rhenania Bottrop hat die Arbeit im Blankenfeld aufgenommen.
Der neue Vorstand des SV Rhenania Bottrop hat die Arbeit im Blankenfeld aufgenommen.
Foto: SVR
Was wir bereits wissen
Der neue Vorstand des SV Rhenania hat die Arbeit aufgenommen und sich für die Zukunft einige Ziele gesetzt. Priorität hat der sportliche Aufschwung in der Bezirksliga.

Bottrop..  Am Freitagabend ist der SV Rhenania Bottrop Gastgeber der 341. Sitzung der Sparte Fußball, fast einen Monat nach der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Vereins. Nach den Rücktritten der langjährigen Vorsitzenden Karl-Heinz Fischer und Klaus Henne sowie der Geschäftsführung waren im Blankenfeld Ergänzungswahlen notwendig geworden. Mittlerweile ist Ruhe eingekehrt, doch noch kennt nicht jeder die „Neuen“ vom SVR.

Neue wollen sich nicht verstecken

„Der neue Vorstand wird sich der Sparte vorstellen, schließlich sollen die Bottroper Fußballvereine wissen, mit wem sie es zu tun haben. Wir wollen uns nicht verstecken, sondern Rhenania vertreten“, erklärt Alfred „Fredi“ Szepetiuk lächelnd.

Szepetiuk übernahm nach der Kündigung von Michael Kahnert dessen Aufgaben der Sportlichen Leitung, am 23. Januar wählten ihn die Rhenanen zum Geschäftsführer. Er zeigt sich weiterhin für die sportlichen Geschicke des Klubs verantwortlich. Sascha Carl wurde zum Vorsitzenden gewählt; sein Hauptaufgabengebiet ist der administrative Bereich, wie die Mitgliederverwaltung und das Passwesen. Szepetiuk: „Mit den Regularien ist er durch seine Tätigkeit als Fußballobmann ja bestens vertraut.“

Unterstützt wird der geschäftsführende Vorstand von einer ganzen Reihe von Mitarbeitern. Bruno Feiertag wird die Rhenania auf Sparten- und Kreissitzungen vertreten, Frank Wester soll sich um den reibungslosen Ablauf des Spielbetriebs kümmern. „Arbeit an der Basis, sozusagen“, erklärt Wester lachend. Wie Feiertag ist er seit den Jugendtagen Rhenane. „Uns liegt der Verein am Herzen“, erklären beide einmütig.

Der neu formierte Vorstand steckt mitten in der Einarbeitung. „Es hat mich schon ein paar schlaflose Nächte gekostet. Ich stehe dann auf, setze mich an den Computer und lese etwas nach“, verrät Szepetiuk. „Viele Detailfragen sind noch unbeantwortet. Es ist schade, dass sich die ehemals handelnden Leute zurückgezogen haben.“ Zwar sei der alte Vorstand vorschriftsmäßig entlastet worden, doch eine Übergabe habe nicht stattgefunden. Die nun Verantwortlichen werden weiter darauf drängen, dass Gespräche stattfinden. „Ich hoffe, dass wir uns noch an einen Tisch setzen.“

Wenige Tage vor dem Rückrundenstart in der Bezirksliga erklären die Rhenania-Verantwortlichen den Klassenerhalt der ersten Mannschaft zum vorrangigen Ziel und nehmen Trainer Oliver Dirr in die Pflicht: „Er steht zur Debatte und er weiß, dass die Mannschaft die Kurve kriegen muss“, erklärt Szepetiuk unmissverständlich.

Im Verständnis des neuen Vorstandes sind sportliche Erfolge für die Zukunft des Vereins ausschlaggebend. „Wenn wir Werbepartner requirieren wollen, geht das nun mal über Tabellenplätze. Und für Spieler werden wir interessant, wenn wir Erfolg haben.“ Dies gelte auch für die Jugend: „Unser Ziel muss es sein, dass wir mit der A-, B- und C-Jugend in den Niederrheinligen vertreten sind. Dann sagen Spieler: Da wechseln wir hin.“ Der SV Rhenania sei nun mal ein Ausbildungsverein. „Wir haben immer ein besonderes Augenmerk auf die Jugend gelegt.“

Daran soll sich auch durch die in der Winterpause getroffenen Personalentscheidungen nichts ändern. „Dass wir nicht auf die Jugend setzen, stand nie zur Debatte. Aber ich kann doch 24- und 25-Jährigen nicht sagen, dass sie zu alt sind.“ Feiertag ergänzt: „Von der Qualität eines Radoslaw Jankowski profitieren schließlich auch die jungen Spieler.“

Der neue Vorstand ist sich bewusst, dass er auf dem Prüfstand steht. „Sollten wir die Klasse nicht halten können, werden die Heckenschützen kommen“, gibt Szepetiuk freimütig zu. Die Herausforderung hat aber auch ihren Reiz. „Wir werden sonntags die Spiele mit einigem Ehrgeiz verfolgen, denn da können wir erleben, ob das, was wir hier tun, Erfolg hat.“