BW Fuhlenbrock sammelt zweiten Punkt

Kathrin Szostak(m.) und BW Fuhlenbrock sicherten sich am Sonntag gegen Eintracht Duisburg den zweiten Punkt der Spielzeit
Kathrin Szostak(m.) und BW Fuhlenbrock sicherten sich am Sonntag gegen Eintracht Duisburg den zweiten Punkt der Spielzeit
Foto: Winfried Labus

Bottrop..  1:1 (0:1) trennten sich die Frauenteams von BW Fuhlenbrock und Eintracht Duisburg am Sonntag auf Jacobi. „Es war ein Psychoduell. Das Spiel bei Eintracht Duisburg in der vergangenen Saison war das Spiel, in dem wir abgestiegen sind, das saß bei einigen Spielerinnen noch im Kopf“, meinte Trainerin Mirsada Hoffmann. Durch das Remis liegen beide Teams mit jeweils zwei Punkten weiterhin auf den Abstiegsplätzen.

„Die letzten zehn Minuten konnte ich gar nicht mehr hinschauen, wenn es brenzlig wurde, so angespannt war ich. Noch Stunden nach dem Spiel hatte ich es noch nicht verdaut“, beschrieb Fuhlenbrocks Chefin die Achterbahnfahrt der Gefühle. Auch der gute Start in die Partie reichte den Blau-Weißen nicht, ihre Nerven in den Griff zu bekommen. Drei sehr gute Möglichkeiten ließen sie ungenutzt, sogar eine so routinierte Spielerin wie Jasmin Mietzen scheiterte bei der Verwertung ihrer Chancen. Nach der Fuhlenbrocker Drangphase, die etwas 20 Minuten anhielt, trug die Eintracht wesentlich leichter an der Bürde Abstiegskampf. In der 27. Minute markierte Elena Kornettka die Führung für die Gäste. Inzwischen waren sie die spielbestimmende Mannschaft und die Fuhlenbrockerinnen mussten mehrfach das Glück bemühen, um nicht höher in Rückstand zu geraten. Ein zweiter Treffer der Eintracht fand - berechtigterweise - keine Anerkennung wegen einer vorhergehenden Abseitsstellung einer Duisburgerin.

Ausgerechnet Neuzugang Sandra Bio Anders bescherte den Blau-Weißen mit ihrem Treffer in der 65. Minute den Teilerfolg. „Sie geht einfach in den Angriff und setzt sich durch, völlig unbelastet“, beschrieb Hoffmann die Situation. Fast hätte die Stürmerin, die zuletzt für Sterkrade Nord gespielt hatte, ihre Premiere mit dem 2:1 gekrönt, fand bei ihrer zweiten Möglichkeit aber keine Lücke in der Duisburger Abwehr. „Vielen Dank an unsere Abteilungsleiterin Christiane Weidemann, die sich Samstagnacht um Sandras Freigabe gekümmert hat“, freute sich Hoffmann über die Last-Minute-Verstärkung aus Oberhausen. „Sie ist eine Stoßstürmerin, ein Spielertyp, der uns bisher fehlte.“

Trotz der verpassten Chance, sich den Nichtabstiegsplätzen zu nähern, sehen die Fuhlenbrockerinnen in dieser Begegnung nicht das Ende aller Hoffnungen. „Das haben die Spielerinnen sofort nach dem Abpfiff gesagt: Wir werden weiter Punkte sammeln“, lobte Hoffmann den Geist ihrer Mannschaft. „In dieser Woche ist in Fuhlenbrock das Fußballcamp, da lassen wir es ein bisschen lockerer angehen. Vielleicht fällt so auch etwas Druck von den Spielerinnen ab.“