Bottroper Tennistalent Mats Schade hat noch viel vor

Mats Schade
Mats Schade
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Mats Schade gilt als eines der größten Tennistalente der Stadt. Im Sommer trainierte er zwei Monate lang an der Tennis-Akademie in Offenbach – auf dem Nebenplatz ackerte Andrea Petkovic.

Bottrop..  Der kleine gelb-grüne Ball prägt sein Leben. Mats Schade gilt als eines der größten Tennistalente der Stadt. Im Sommer trainierte er zwei Monate lang an der Tennis-Akademie in Offenbach. Eine edle Adresse – auf dem Nebenplatz ackerte die deutsche Tennis-Elite um Andrea Petkovic und Philipp Petzschner.

Mats Schade und der Tennissport – eine Verbindung, die seit zehn Jahren eine erfolgsversprechende ist. Mit acht Jahren nahm er erstmals den Schläger bei einem Schnuppertraining des TV Blau-Weiß Bottrop in die Hand, schlug erste Bälle über das Netz. Aus den Schnupperstunden wurden erste Trainingseinheiten, erst eine Stunde in der Woche, dann zwei, mittlerweile geht es fast jeden Tag auf den Platz.

Mit der Elite in Offenbach

Mit zwölf Jahren ging es zusätzlich zum Bezirkstraining, lange Zeit trainierte er in Essen mit anderen Talenten, ehe der Bottroper im Sommer 2011 den nächsten großen Schritt machte: Mehrmals pro Woche fuhr er gemeinsam mit den Bottroper Teamkollegen Niklas Lindner und Simon Schulz zum Training der Bochholter Tennis-Academy, um sich zu verbessern.

Den Sommer 2013 wird er ebenfalls nicht vergessen – im spanischen Marbella schlug er beim Tenniscamp des Fed-Cup Trainers Klaus Hofsäss auf. In Bottrop holt er drei Titel bei Stadtmeisterschaft der Jugendlichen. Mit Janosch Blaha ging es anschließend ins Einzeltraining. Der Tenniscoach bemerkte schnell, dass der damalige Schüler großes Potenzial hat und berichtete ihm von der Schüttler-Waske-Tennis-University in Offenbach.

Ein Ziel, das Schade nach bestandenem Abitur im Sommer 2014 anvisierte. Zwei Monate lang verschlug es den Bottroper an die Offenbacher Tennis-Akademie. „Man merkt, wie jeder Schlag individualisiert wird, die Trainer achten auf jedes kleinste Detail und jeder auch so kleine Fehler wird bestraft. Ich habe sehr viel gelernt“, resümierte er nach seinem Aufenthalt. Der Blick auf die Nebenplätze sorgte ohnehin für Motivation: Die deutschen Tennisstars Andrea Petkovic und Philipp Petzschner schwitzten dort ebenfalls im Training.

Um Abenteuer wie diese finanzieren zu können, ist Schade selbst zum Lehr-
meister geworden. Regelmäßig trainiert er den Nachwuchs abwechselnd in Bottrop und Dorsten. Dort gibt er weiter, was ihm selbst über viele Jahre beigebracht wurde.

An die Stadtmeisterschaft 2014 erinnert er sich nicht so gerne: Durch eine Ellbogenverletzung am rechten Arm musste er aufgeben. Ein herber Rückschlag, der eine mehrwöchige Pause nach sich zog. Irgendwann wurde er der Ruhe allerdings überdrüssig, Schade ging zurück auf den Platz und nutzte einfach vermehrt seine linke Hand. Mittlerweile nähert er sich wieder der alten Form, die Schmerzen sind Vergangenheit. „In diesem Jahr will ich bei der Bottroper- Stadtmeisterschaften wieder voll angreifen“, sagt Schade.

Ziel ist das Medizinstudium

Auch mit seiner Mannschaft vom TV Blau-Weiß hat er sich in der kommenden Freiluftsaison viel vorgenommen. Schade spielt an Position eins und konnte zusammen mit Niklas Zöller, Felix Elvermann und Niklas Loipfinger eine positive Bilanz aus 2014 ziehen. Schon seit zwei Jahren spielt das Team in der Verbandsliga. Außerdem hat sich der Bottroper vorgenommen, ein Medizin-Studium in Amerika zu beginnen. Zusätzlich dazu will er dann in den USA seinen Tennistraum weiterleben. „Wenn das mit der Medizin nicht klappt, studiere ich Biologie“, schmunzelt der 17-Jährige. Hauptsache, es bleibt noch genug Zeit zum Tennisspielen.