Bottroper Adler schwächeln in den Schlussminuten

Samer El-Chami (Mitte) und die Adler verloren gegen Schalke III.
Samer El-Chami (Mitte) und die Adler verloren gegen Schalke III.
Foto: FUNKE Foto Services
Mit 63:73 verloren die Adler gegen den FC Schalke III. Zu hoch, denn drei Minuten vor der Schlusssirene lagen die Adler nur mit einem Zähler zurück.

Bottrop..  Am Ende hatten die Adler von allem ein bisschen zu viel. Zu viele Punkte Rückstand auf die Drittvertretung von Schalke 04. Zu viele Ballverluste und zu viele überhastete Entscheidungen am gegnerischen Korb hatten dazu geführt. Und so hatten die Bottroper am Ende auch mächtig Wut im Bauch. Ebenfalls mehr als nötig, denn das Aufeinandertreffen des Tabellenzweiten und des Dritten hätte wahrlich nicht mit einer Niederlage für die 07er enden müssen.

63:73 – zehn Punkte Differenz. Eigentlich zu viel, denn drei Minuten vor dem Schlusspfiff lagen die Adler nur einen Zähler zurück. Martin Edward hatte die Gastgeber am Windmühlenweg durch zwei Freiwürfe auf 63:64 heran gebracht. Zuvor hatten Gregor Miedzinski und Samer El-Chami den Bottropern mit erfolgreichen Drei-Punkte-Würfen neue Hoffnung gegeben. Mit einem 35:35-Unentschieden waren beide Teams aus der Pause gekommen, doch die Gastgeber fanden zunächst nicht gut ins Spiel zurück, lagen mit zehn Zählern hinten. Bis zu besagter Aufholjagd, die die spannende Schlussphase einleitete – in der die Adler ihre Linie aber komplett verloren. „Das war kein gutes Spiel von uns, vor allem in den Schlussminuten nicht“, ärgerte sich Spielertrainer Philip Seifarth.

Es war die zweite Saisonniederlage für die Bottroper. Gegen die Schalker Zweitvertretung hatten sie einmal vor einigen Wochen eine böse Klatsche kassiert, seitdem lief es wieder rund. Mit der Rückkehr des lange Zeit am Finger verletzten Martin Edward kam nun wieder Qualität in das Offensivspiel, mit Samer El-Chami kehrte ein ehemaliger Adler aus Essen zurück. Trotz der neuen personellen Konstellation fehlte es jedoch an dem, was das aus ehemals hochklassigen Spielern bestehende Gelsenkirchener Team in der Schlussphase ausmachte: Abgebrühtheit. „So viele Ballverluste dürfen wir uns einfach nicht erlauben. Da haben wir phasenweise kopflos gespielt“, sagte Seifarth.

Kommenden Sonntag spielen die Adler erneut am Windmühlenweg. Gegner BG Dorsten II aus dem Tabellenkeller dürfte ein guter Aufbaugegner sein, um wieder auf Betriebstemperatur zu kommen.

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