Bottroper Adler-Basketballer werden sesshaft

Samer El-Chami (Mitte) und die Adler bieten auch künftig Landesligabasketball am Windmühlenweg.
Samer El-Chami (Mitte) und die Adler bieten auch künftig Landesligabasketball am Windmühlenweg.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Nach zwei freiwilligen Ligawechseln in Folge wird es keinen dritten geben. Die Korbjäger von Adler 07 bleiben Siebtligist.

Bottrop..  Diesmal haben sie es nicht wieder getan. Die Unbeständigkeit hat ein Ende,die Bottroper werden sesshaft. Es kommt nicht so wie in den Vorjahren, in denen die Basketballer der DJK Adler 07 sich erst aus der 2. Regionalliga und im Jahr darauf aus der Oberliga verabschiedeten. Sportlich waren die Adler nie ein Absteiger – im Gegenteil, sie waren damals sogar Tabellendritter der Regionalliga. Der Rückzug erfolgte stets mit dem Blick auf das zur Verfügung stehende Personal der Folgesaison. Das bleibt diesmal fast unverändert und für die Adler heißt es deshalb: Im Spätsommer gehen sie im zweiten Jahr in der Landesliga auf Korbjagd. Der Negativtrend ist gestoppt.

Gefühlter Vierter

Fünfter wurden die Bottroper am Ende. „Eigentlich gefühlter Vierter“, wie Spielertrainer Philip Seifarth sagt. Im drittletzten Spiel ging es am heimischen Windmühlenweg gegen den Tabellennachbarn TV Wolbeck. Die Adler gewannen mit 72:66, doch für wenige Sekunden kam Spieler Daniel Jacek zum Einsatz. Dummerweise war er durch eine Unaufmerksamkeit nicht auf dem Spielbogen vermerkt. Die Adler reagierten schnell und wechselten den Spieler nach Sekunden ohne Ballberührung aus – zu spät. Die Gäste aus Münster legten Einspruch ein und siegten am Grünen Tisch. „Das war ärgerlich, aber insgesamt können wir unter den gegeben Umständen mit der Saison zufrieden sein“, sagt Seifarth. Denn am Ende machte sich die Breite des Kaders bezahlt. Leistungsträger Martin Edward fiel lange verletzt aus, Centerspieler Jan Giebelstein musste zum Saisonende hin auch häufiger beruflich passen. Die Rückrunde war deshalb eher bescheiden und ein starker Kontrast zur ersten Saisonhälfte, in der die Adler lange Tabellenführer waren. Überhaupt verloren sie bis zur Weihnachtspause nur zwei Spiele. Seifarth: „Unsere Center Jan Giebelstein und Nils Gritzan haben die Liga dominiert und wir konnten personell aus dem Vollen schöpfen. Nach der Pause ging es leider etwas abwärts mit den Leistungen.“

Im neuen Jahr machten Verletzungen und berufliche Verpflichtungen den Bottropern zu schaffen, es gelangen lediglich fünf Siege. Es bleiben Saison-Erinnerungen wie der spektakuläre Ein-Punkt-Sieg gegen den damaligen Tabellenführer und späteren Aufsteiger TV Ibbenbüren II oder der Erfolg im letzten Spiel beim Tabellendritten FC Schalke 04 III, bei dem die Bottroper Adler nur zu fünft aufliefen.

Edward ist neuer Spielertrainer

Wie geht es nun weiter? Das Team bleibt zusammen, doch Philip Seifarth, Jan Giebelstein und Daniel Jacek werden aus beruflichen Gründen kürzer treten und nicht regelmäßig zur Verfügung stehen. Neuer Spielertrainer wird Martin Edward, unterstützt wird er während der Vorbereitungsphase von Gregor Miedzinski. Die Erwartungen werden ähnlich wie in der gerade beendeten Saison sein: Alles kann, nichts muss. Der Abstieg soll allerdings möglichst früh vermieden werden. Landesligabasketball soll auch künftig in Bottrop beheimatet sein – jetzt, wo der Negativtrend der jüngsten Jahre endlich gestoppt ist.