Blau-Weiß Fuhlenbrock meldet eine zweite Mannschaft

Die Frauenfußballerinnen von Blau-Weiß Fuhlenbrock überwintern auf Platz sieben.  Das Saisonziel des Landesligisten ist ein Platz unter den ersten Fünf.
Die Frauenfußballerinnen von Blau-Weiß Fuhlenbrock überwintern auf Platz sieben. Das Saisonziel des Landesligisten ist ein Platz unter den ersten Fünf.
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Was wir bereits wissen
Frauenfußball-Landesligist Blau-Weiß Fuhlenbrock überwintern auf Platz sieben. Das Saisonziel des Landesligisten ist ein Platz unter den ersten Fünf.

Bottrop..  „Es hätte sicher etwas mehr sein können!“ Mit diesen Worten fasst Mirsada Hoffmann, die Trainerin des Frauenfußball-Landesligisten Blau-Weiß Fuhlenbrock, die Hinrunde in der Meisterschaft treffend zusammen. Auch wenn die Leistung nahezu ausnahmslos stimmte, ließen die Fuhlenbrockerinnen nicht nur einmal unnötig Punkte liegen und verbringt die Winterpause im Mittelfeld der Landesliga.

Ende November - nach dem 4:1-Auswärtserfolg bei Borussia Bocholt II - standen die Blau-Weißen noch auf dem fünften Rang. Es folgte ein böser Ausrutscher bei der DJK Barlo, und statt auf Tuchfühlung mit dem Spitzentrio zu gehen, landeten sie auf Platz sieben. Platz vier ist dennoch in greifbarer Nähe: Steele, Bocholt und Warbeyen sind nur drei Punkte besser als die Blau-Weißen.

Zweite Mannschaft gemeldet

Angesichts des großen Kaders und des Engagements im Training sind sich Trainerstab und Mannschaftsrat einig, dass alle Spielerinnen ihre Einsätze bekommen. Dabei wird bewusst in Kauf genommen, dass nicht alle der Nachwuchs- und Perspektivspielerin bereits über Landesliganiveau verfügen. Die Meldung einer zweiten Mannschaft, die in der Rückrunde in der Kreisliga ohne Wertung an den Start geht, soll dabei für mehr Balance sorgen.

Die Stärke der Mannschaft ist, dass sich die Fuhlenbrockerinnen als Einheit verstehen und sich mit dem Verein und dem Stadtteil in hohem Maße verbunden fühlen. Die Abteilung kann auf Unterstützung im Verein zählen. Dies zeigt sich bei zahlreichen Veranstaltungen, aber auch, wenn die Senioren vor ihren eigenen Spielen bei den Begegnungen des Frauenteams zugegen sind. Entsprechend präsentieren sich die Fuhlenbrockerinnen Platz als Einheit, die Einstellung stimmt bis zur letzten Minute. „Egal, wie das Ergebnis lautet, wir gehen mit erhobenen Köpfen vom Platz“, beschreibt es die Trainerin.

Fallen allerdings erfahrene Spielerinnen wie beispielsweise Jasmin Mietzen und Alina Salmon aus, ist das (noch) nicht zu kompensieren. Vor allem die jüngeren Spielerinnen brauchen die Führungskräfte, an denen sie sich orientieren können. Ein weiteres Manko: Neun Spielerinnen sind auch am Wochenende regelmäßig beruflich eingespannt. Die Qualität des Kaders schwankt entsprechend von Sonntag zu Sonntag. In Bestbesetzung ist das Team auf Augenhöhe mit den Spitzenmannschaften der Liga. „Wir wollen nach oben blicken. Ein Platz unter den ersten Fünf ist definitiv unser Saisonziel. Wenn alle fit bleiben, ist das auch ein machbares Ziel. Bezüglich der zweiten Mannschaft haben wir lange Gespräche geführt, wir wollen den Versuch wagen. Aber natürlich geht die erste Mannschaft vor, wenn es Engpässe gibt“, so Trainerin Mirsada Hoffmann.