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Beste Saisonleistung

12.02.2012 | 19:49 Uhr
Beste Saisonleistung

Bottrop. Imvorletzten Heimspiel zeigten die RWE Volleys trotz des bereits zuvor feststehenden Abstieges noch einmal Charakter und verloren nach gutem Spiel gegen den Revierrivalen Moerser SC mit knappen Satzresultaten 0:3.

RWE Volleys -
Moerser SC0:3

Sätze: 22:25; 21:25 und 23:25

Aufstellung: Klanac (D. Kampa), Müller, Bell, Böttcher, Möllers, Ahr und Bevers

Die rund 300 Zuschauer, die am Sonntag Nachmittag zum vorletzten Heimspiel der RWE Volleys in die Dieter-Renz-Halle gekommen waren, um das Duell gegen den Revierrivalen aus Moers zu erleben, mussten ihr Kommen nicht bereuen. Denn die RWE Volleys belohnten die Fans mit der besten Saisonleistung unter der Leitung von Igor Prielozny.

Gleich im ersten Satz konnten sich die RWE Fans schnell wieder setzen, da es Robert Böttcher war, der zur zügigen 1:0-Führung ins Moerser Feld schlug. Und wer nun gedacht hätte, dass die Moerser als Tabellenvierter das Spiel schnell dominieren würden, sah sich getäuscht. Denn es waren die RWE Volleys, die schnell spielten und insbesondere durch Robert Böttcher in der Mitte zu zahlreichen Punkten kamen. So führten die Mannen um Kapitän David Kampa überraschend mit 17:14 und 18.15. Und als Benjamin Bell nach zwei Blocks gegen Robert Böttcher einfach den Ball selbst nach der Annahme zur 21:19-Führung verwandelte, schien eine Sensation durchaus möglich. Doch die Gäste kamen noch einmal zurück, glichen zum 22:22 aus und ließen sich auch durch die zweite Auszeit von Igor Prielozny nicht mehr aus dem Konzept bringen und verwandelten ihren ersten Satzball zum 25:22.

Dieser Erfolg gab den ambitionierten Moersern allerdings keine besondere Sicherheit, denn auch in Satz zwei bestimmten eher die RWE Volleys das Geschehen. Selbst ein 10:12 und ein 14:16-Rückstand egalisierten die RWE Volleys und hielten die Partie bis zum 19:20 offen. Dann konnten sich die Moerser vorentscheidend auf 23:19 absetzen. Zwar verkürzten die Mannen um Zuspieler Benjamin Bell nach einer Auszeit von RWE-Trainer Prielozny nochmals 21:23. Doch die Auszeit von MSC-Trainer Chang Cheng Liu brachte die Gäste wieder auf die richtige Bahn und sie gewannen Durchgang zwei mit 25:21.

Trotz dieses klaren Satzvorsprungs zeichnete sich aber keineswegs mehr Sicherheit im Spiel der Moerser ab. Zwar schienen sie durch einige Wechsel zwischenzeitlich der Favoritenrolle gerecht werden zu können, doch die RWE Volleys kamen nach einem 8:11-Rückstand noch einmal zurück und gestalteten die Partie bis zum Ende offen. So war es Robert Böttcher zunächst noch vorbehalten, den ersten Matchball der Moerser wieder durch einen schnellen Punkt durch die Mitte abzuwehren. Doch sein anschließender Aufschlag landete im Aus, so dass die Moerser nach einer Stunde und 20 Minuten 3:0 gewonnen hatten. Nach Jubeln war ihnen aber nicht zu mute, da sie ihre Leistung wohl realistisch einschätzen konnten.

Ganz ander stellt sich die Situation für Igor Prielozny dar. „Das war die beste Leistung der Mannschaft unter meiner Regie“, freute sich der RWE-Trainer. Dies besonders, weil er den Gästen durchaus zutraut, mindestens ins Halbfinale einzuziehen.

Hjalmar Schwedtmann

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