Auf zu neuen Ufern
11.08.2009 | 16:37 Uhr 2009-08-11T16:37:00+0200Bottrop. SV Blau-Weiß Fuhlenbrock setzt verstärkt auf den eigenen Nachwuchs. Volker Stenbrock neuer Trainer der ersten Mannschaft.
Beim Fußball-A-Kreisligisten Blau-Weiß Fuhlenbrock weht ein neuer Wind. In der vergangenen Saison lief es nicht so, wie es sich der Verein vorgestellt hatte. Die Mannschaft krebste im unteren Bereich der Tabelle herum. Das hatte man sich ganz anders vorgestellt. Die Blau-Weißen schielten nach oben und dann ein solch bitterer Absturz.
Enttäuschung, Unstimmigkeiten, Ratlosigkeit. Viele Spieler verließen die erste Mannschaft. Ein neues Konzept wurde entwickelt, der Neuaufbau gestartet. Mit Volker Stenbrock wurde ein neuer Trainer an vorderster Front beordert. Er hatte Erfolg zuvor als Coach in der zweiten Mannschaft. Den Spaß am Fußball und ein neues Zusammengehörigkeitsgefühl soll er jetzt auch der Kreisliga-A-Mannschaft vermittelt. „Mit jungen Leuten nach oben”, so lautet die Devise in Fuhlenbrock. „Wir wollen versuchen, attraktiven Fußball zu spielen”, sagt der 36-jährige, der früher bei RW Oberhausen bis in der Verbandsliga und Oberliga spielte, 13 Jahre für den VfL Grafenwald kickte, bevor er nach Fuhlenbrock kam. Hier ist der selbstständige Geschäftsführer einer Firma für Werbeballons auch beheimatet. Volker Stenbrock wünscht sich Qualitätssteigrung im Bottroper Fußball. „Das Gekicke hier kann man sich doch manchmal gar nicht mehr ansehen”.
Natürlich weiß er, dass er auch in Fuhlenbrock keine Wunderdinge vollbringen kann, aber die Strukturen sollen zusammen mit dem Vorstand geändert und verbessert werden. Auf den eigenen Nachwuchs bauen und mit jungen, hungrigen Spielern den Spaßfaktor wieder entdecken. „Das war das Erfolgsgeheimnis in der zweiten Mannschaft, dort hatten wir zeitwwise 28 Spieler, die nicht mehr in der ersten spielen wollten, kamen zu uns”, verrät Volker Stenbrock.
Auch jetzt wurden einige hoffnungsvolle Spieler aus der Zweitvertretung hochgezogen für den Kader der ersten Mannschaft. Vom alten Stamm sind nur fünf Spieler im Alter von 19 bis 22 Jahren übrig geblieben. Jugendspieler und Eigengewächse, die den den Weg nach Fuhlenbrock zurück fanden, wurden integriert.
Gut in seine Planungen passt Volker Stenbrock natürlich, dass sich mit seinem Vorgänger Frank Griesdorn ein erfahrener Trainer jetzt um die Nachwuchsarbeit kümmert und versucht, dem Trainer der ersten Mannschaft die Talente zuzuspielen. Als frischgebackener C-Lizenz-Inhaber packt Volker Stenbrock seine Aufgabe selbstbewusst an. Nicht zu euphorisch, aber voller Tatendrang. Er weiß, das noch viel Arbeit auf ihn zukommt, bleibt deshalb auch auf dem Teppich: „Wir wollen erst einmal versuchen, mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben und eine Platzierung um einen einstelligen Tabellenplatz erreichen. Die erste Ansätze stimmen den neuen Fuhlenbrocker Trainer verheißungsvoll. Das dreitägige Trainingslager war für ihn wichtig, um die Truppe auch moralisch aufzurüsten. Neben dem Kennenlernen, standen Spaß, Spiel, Klönen und auch Fußball auf dem Programm.
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