Alles im Lot

Unter der Wasseroberfläche ist man nicht zimperlich, der Korb wird mit allen Mitteln verteidigt.
Unter der Wasseroberfläche ist man nicht zimperlich, der Korb wird mit allen Mitteln verteidigt.
Foto: waz

Bottrop..  Eigentlich fast alles wie immer in den letzten Jahren bei der Unterwasserrugby-Spielgemeinschaft DUC Bottrop/TSG Kirchhellen.

Nach vier Siegen in vier Spielen stehen die Bottroper hinter FS Duisburg, das bereits ein Spiel mehr absolviert hat, auf dem zweiten Platz in der 1. UWR-Bundesliga-West und steuern wieder auf die Qualifikation zum Endturnier um die Deutsche Meisterschaft zu. Dazu ist die Spielgemeinschaft momentan die einzige Mannschaft der West-Liga ohne Punktverlust.

Anders als in den Vorjahren ist aber, dass die Liga leistungsmäßig deutlich enger zusammengerückt ist und die Bottroper Erfolge mit viel größeren Mühen als in vergangenen Spielzeiten verbunden sind.

Im Heimspiel gegen den DUC Krefeld hatte die Spielgemeinschaft in der Anfangsphase ein deutliches Übergewicht. Ein Treffer gelang aber erst nach einem Strafwurf. Der Krefelder Torwart hatte sich regelwidrig im Korb verkeilt und Sven Terlinden schloss den fälligen Strafwurf erfolgreich zur 1:0-Führung ab. Danach drängten aber die Gäste vehement auf den Ausgleich, und Bottrop hatte Mühe, den eigenen Korb bis zum Halbzeitpfiff sauber zu halten. Im zweiten Spielabschnitt wurde die Bottroper Defensive verstärkt und weitere nennenswerte Chancen der Krefelder unterbunden. Die Spielgemeinschaft vergab gute Chancen zum Ergebnisausbau und brachte lediglich das 1:0 über die Zeit.

Beim Auswärtsspiel gegen den überraschend starken Aufsteiger SV Rheine begann die Spielgemeinschaft schwungvoll und ging schnell mit 1:0 durch Nationalspieler Ralf Gandlau in Führung. Danach wurde Rheine in der Defensive stärker, unterband die Bottroper Angriffsbemühungen früh und kam während einer Strafzeit für die Spielgemeinschaft in Überzahl zum 1:1 vor der Pause.

Den zweiten Spielabschnitt bestimmte aber nur noch die Spielgemeinschaft, die ihre ganze Routine ausspielte und laut Spielertrainer Roland Wiesner ihre beste Halbzeit in dieser Saison absolvierte. Christoph Hebisch, Roland Wiesner und Andreas Mendrina warfen das 4:1 heraus.

Treffer nicht anerkannt

Zwei weitere Treffer wurden von den Schiedsrichtern nicht anerkannt. Kurz vor Schluss gelang dem SV Rheine noch das 4:2 nach einer Bottroper Unachtsamkeit.

Ein Generationenwechsel hat beim DUC Bottrop stattgefunden. Nach vielen zumeist erfolgreichen Jahren stellte sich Unterwasserrugby-Fachwart Guido Student innerhalb der Abteilung nicht mehr zur Wiederwahl. Guido Student übernahm die Organisation der Abteilung in der Saison 2000/2001 vom damaligen Spielertrainer Martin Kobler, organisierte u.a. die Ausrichtung zweier DM-Endrunden und hatte maßgeblichen Anteil daran, dass sich die Spielgemeinschaft als eines der besten deutschen Teams in der Bundesliga etablieren konnte. Höhepunkt war natürlich der Gewinn der Deutschen Meisterschaft in der Saison 2004/2005.