Adler-Damen überzeugen im ersten Jahr

Die Damen der DJK Adler 07 gingen als Aufsteiger in ihr Premierenjahr
Die Damen der DJK Adler 07 gingen als Aufsteiger in ihr Premierenjahr
Foto: Labus / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
In ihrer Premierensaison in der Landesliga sicherten die Damen der DJK Adler 07 souverän die Klasse. Derweil ging für die Bezirksligadamen des SC Bottrop der Schuss nach hinten los.

Bottrop..  Die Handballsaison ist beendet. Während die Frauen der DJK Adler 07er ihr Ziel souverän erreichten, ging für die SC-Damen der Schuss nach hinten los.

DJK Adler 07

Das Frauenteam der Adler bestritt die Premierensaison in der Landesliga und verkaufte sich meist ziemlich teuer. Zwar hatten die 07er anfangs noch Probleme, sich im neuen Terrain zu akklimatisieren, doch dann folgte eine Erfolgsserie, die den Bottroperinnen schon zum Ende der Hinrunde eine gute Ausgangsposition im Kampf um den Klassenerhalt bescherte. „Wir sind in dieser neuen Liga auf stärkere Gegner gestoßen, haben aber schnell zu unserem Spiel gefunden“, resümierte Adler-Trainer Frank Meese.

So kletterte seine Sieben zeitweise bis auf den sechsten Rang. Zwar landeten die Adler am Ende „nur“ auf Platz zehn, da in der Rückrunde – auch bedingt durch anhaltende Personalprobleme – kaum noch Punktgewinne gelangen. „Wir hatten nur den Nicht-Abstieg im Fokus, dieses Ziel haben wir erreicht und können auf eine schöne Saison zurückblicken“, so Meese. Den Bottroperinnen steht nun ein Umbruch bevor: Meese wechselt in die Verbandsliga nach Duisburg, Axel von Aswege übernimmt den Trainerposten. Auch im Kader wird es wohl Wechsel geben.

Fazit: Frühzeitig sicherten die Bottroperinnen den Klassenerhalt, wenngleich in der Rückrunde durchaus mehr Punkte möglich waren. Mit welchen Ambitionen Adler in die kommende Saison starten wird, bleibt angesichts des wahrscheinlichen Umbruchs abzuwarten. Für den Moment gilt aber: Der Aufsteiger hat sein Ziel erreicht.

SC Bottrop

Die Bezirksliga-Frauen des SC Bottrop blieben als einziges Team klar hinter den eigenen Erwartungen zurück und mussten am Ende sogar den Abstieg in die Kreisliga hinnehmen. Weiter auseinander konnten Anspruch und Realität kaum driften, wollte das Team von Trainer Olaf Eich doch eigentlich um den Aufstieg mitspielen. „Und wenn es in diesem Jahr nicht klappt, dann vielleicht im nächsten“, zeigte sich der Trainer vor der Saison selbstsicher. In der Tat starteten die Frauen – fast wie erwartet – mit zwei Siegen in die Spielzeit. Dann folgte aber der Einbruch, die Eich-Sieben verlor neun Spiele in Serie und steckte plötzlich im Abstiegskampf. Aus diesem konnten sich die Bottroperinnen nicht mehr befreien. Alles deutete auf ein Herzschlagfinale hin, da der Spielplan vorsah, dass die SC-Frauen ausgerechnet im Saisonendspurt auf die direkte Konkurrenz aus der gefährdeten Zone treffen würde. Drei Spieltage vor dem Ende stand der SC über dem Strich, vor dem letzten Spieltag plötzlich wieder darunter. Ein Sieg im letzten Saisonspiel gegen die Reserve des RSV Mülheim und die Bottroperinnen wären mit einem blauen Auge davongekommen. Doch sie verloren diese entscheidende Partie – Abstieg!

Fazit: Hätte, wenn und aber – für die SC-Damen hat es in dieser Bezirksligasaison einfach nicht gereicht. Personell herrschte oft Notstand, doch mischten sich auch zu schwache spielerische Auftritte unter die vielen, teils unnötigen Niederlagen. Statt oben mitzuspielen, muss der SC nach einem Achterbahnjahr den bitteren Gang in die Kreisliga antreten.