Adler 07 hofft auf die eigene Talentschmiede

Benno Schupe gibt den Weg vor:
Benno Schupe gibt den Weg vor:
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Mit Benno Schupe kehrt allmählich der sportliche Erfolg zu den Handballern der DJK Adler 07 Bottrop zurück. Im Sommer wurde der Kader erfolgreich verjüngt.

Bottrop..  Es ist nicht allzu lange her, da galten sie als die Besten der Stadt. Da waren sie die Topadresse in Bottrop, wenn es um Handball ging. Ein echtes Aushängeschild. Doch der Glanz währte nur kurz – kaum eine Saison lang, um genau zu sein. 2010 stiegen die Handballer der DJK Adler 07 als Meister der Landes- in die Verbandsliga auf und waren das klassenhöchste Bottroper Team, doch nur ein Jahr später folgte der direkte Wiederabstieg. Noch schlimmer: Die Adler wurden in der Landesliga durchgereicht und vom Lokalkonkurrenten SC überflügelt. Selbst in der Bezirksliga hielten sich die 07er nur mit Ach und Krach.

Keine Frage: Bei den Adlern musste sich etwas ändern. Benno Schupe übernahm 2013 das Ruder und brachte die erste Mannschaft im ersten Jahr seiner Regentschaft wieder einigermaßen auf Kurs, vor allem die Rückrunde konnte sich sehen lassen. Im vergangenen Sommer wagte der Verein dann den kompletten Umbruch: Während im Vorjahr noch altbewährte Kräfte für die nötige Stabilisation sorgen sollten, steht in dieser Saison eine blutjunge Mannschaft auf dem Hallenboden. „Es sind einige Jungs dabei, die sich – wenn sie richtig geschliffen werden – zu sehr guten Handballspielern entwickeln können“, sagt Schupe. In der Tat hat der Trainer in dieser Spielzeit eine „junge Rasselbande“ um sich versammelt, kaum ein Akteur ist älter als Mitte 20. Die vorige erste Mannschaft wurde nicht gänzlich auseinander gerissen, allerdings erhielten in der Saisonvorbereitung alle Spieler die Gelegenheit, sich zu präsentieren. Einige Akteure aus der zweiten Mannschaft, die in der klassentieferen Kreisliga beheimatet ist, schafften den Sprung. Till Overberg etwa, der mittlerweile zum Top-Torschützen der Adler wurde. Oder Philipp Klanten, der noch in der A-Jugend spielen könnte, mittlerweile im Mannschaftsverbund der Adler aber eine wichtige Rolle spielt. Sie sind beispielhaft für den Umbruch der Adler, die sich davon mittelfristig wieder sportlichen Erfolg erhoffen. „Wir sind aktuell auf einem sehr guten und zufriedenstellenden Weg“, meint Schupe zur bisherigen Leistung seiner Schützlinge.

Träumereien sind noch verboten

Die Mannschaft startete unverhofft gut in die Saison, belegte zwischenzeitlich den zweiten Tabellenplatz. Träumereien von „mehr“ als nur einer ordentlichen Saison wurden aber stets untersagt. „Wir wussten, dass dieser Platz kaum zu halten ist“, sagt Schupe, der sein Team mittlerweile auf dem sechsten Rang und „absolut im Soll“ sieht. Seine Sieben sammelte in elf Partien fünf Siege, ein Unentschieden und vier Niederlagen. „Wir weisen eine positive Bilanz vor und haben in unserem ersten Jahr in dieser personellen Konstellation vermutlich nichts mit dem Abstieg zu tun“, ist Schupe zufrieden. „Ausruhen werden wir uns deshalb aber nicht. Es liegt noch viel Arbeit vor uns.“

Das neue Jahr wollen die Adler positiv beginnen: In der dritten Kreispokalrunde gastiert die Schupe-Sieben heute um 20.15 Uhr bei der DJK VfR Mülheim-Saarn.